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Lauenburg Ratzeburg beschäftigt sich mit Flüchtlingen
Lokales Lauenburg Ratzeburg beschäftigt sich mit Flüchtlingen
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22:21 26.09.2013

Unter dem Motto „Flucht ist kein Verbrechen“setzten sich heute Ratzeburger Bürgerinnen und Bürgern zusammen mit dem Stadtarchivar Christian Lopau, Amnesty International und Mitarbeitenden der Kirchengemeinde St. Petri und des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg mit den Problemen von Flüchtlingen und der deutschen und europäischen Asylpolitik auseinander.

„Trotz offizieller Harmonisierung des europäischen Asylrechtes gibt es in vielen Ländern große Defizite an Rechtsstaatlichkeit. Es mangelt in den meisten Ländern an sorgfältiger Prüfung der Schutzgesuche und angemessener Unterbringung und Versorgung“, sagt Elisabeth Hartmann-Runge, vom Kirchenkreis Lübeck Lauenburg und verweist auf die Angaben von Hilfsorganisationen wie Amnesty International. Auch in Deutschland würden unzählige Beschränkungen und Verbote Flüchtlinge systematisch von Bildungschancen, von Freizügigkeit, vom Arbeitsmarkt und von der Teilhabe an elementaren Lebensvollzügen ausschließen.

Im Rahmen der bundesweiten interkulturellen Wochen unter dem Tenor: „Willkommen — wer immer du bist!“gibt es in Ratzeburg drei Veranstaltungen zum Thema Flucht: Szenische Improvisationen auf dem Ratzeburger Markt von 16 bis 18 Uhr sollen den Besuchern eine Vorstellung geben, in welcher Situation sich Flüchtlinge befinden. Unter der Überschrift „Europa — hart an den Grenzen“ führen die Akteure Szenen zum Grenzgeschehen und zum asylrechtlichen Rahmen auf. Die Trommelgruppe Tamba Djan mit Anniki Glage untermalt die Aufführung musikalisch.

An die darstellerische Auseinandersetzung mit den Flüchtlingen schließt sich um 18.30 Uhr eine Andacht in der Ratzeburger St. Petri Kirche an, die sich thematisch an dem Psalmwort: „Zähle die Tage meiner Flucht“ aus dem Psalm 56,9 orientiert.

Alle Interessierten können bei einem offenen Gesprächsabend um 19.30 Uhr im Petriforum über das Thema „Flucht: Erfahrungen der Geschichte, Herausforderungen der Gegenwart“ ihre Ansichten diskutieren.

Der Stadtarchivar Christian Lopau und Peter Perner als Moderator erörtern in der Gesprächsrunde, dass es Flucht und Migration zu allen Zeiten gegeben hat und sich nicht auf auf bestimmte Länder und Regionen beschränkt. Christian Lopau und Peter Perner wollen im Gespräch mit Betroffenen und dem Publikum herausarbeiten, welche Ereignisse und Schicksale Ratzeburg in der Geschichte geprägt haben und noch in der Gegenwart herausfordern.

Für Informationen stehen zur Verfügung: Elisabeth Hartmann-Runge, Ökumenische Arbeitsstelle des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg, Telefon 01 76/19 79 02 04, Reinald Büchner-Jahrens Telefon 01 76 /96 25 47 02.

Alessandra Röder

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