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Lauenburg Ratzeburg investiert in den Katzenschutz
Lokales Lauenburg Ratzeburg investiert in den Katzenschutz
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11:38 14.06.2017
Archivbild. Quelle: Verena Bosslet
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Ratzeburg

Die ermächtigt die Stadt nicht nur zum Einfangen, Registrieren per Mikrochip und Kastrieren der Streuner, sondern gibt ihr auch die Handhabe, die Halter zur Übernahme der Kosten zu verpflichten.

Reaktion aus Mölln

Möllns Bürgermeister Jan Wiegels: „Wir haben diese Möglichkeit bislang noch nicht eingeführt, da wir zunächst die Erfahrungen anderer Kommunen abwarten wollen. Aktuell sehen wir keine Möglichkeit, die Verordnung effektiv umzusetzen oder zu kontrollieren. Dankenswerterweise ist der Möllner Tierschutzverein bereits sehr aktiv.“

Immerhin zahlt Ratzeburg jährlich 30000 Euro an den Tierschutzverein Mölln für Pflege, Fütterung und Unterbringung entlaufener Katzen. Im Hauptausschuss nahmen die Ratzeburger Ratsfraktionen am Montag die entsprechende Vorlage der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis.

„Anlass ist das landesweite Katzenelend, das durch streunende, fortpflanzungsfähige Katzen verursacht wird“, sagte Bürgermeister Rainer Voß. Diese würden sich ungehemmt vermehren und litten in der „Freiheit“ erhebliche Schmerzen, Leiden und Schäden aufgrund von Krankheiten und Unterernährung.

Freilaufende verwilderte Katzen werden laut Auskunft von Gaston Prüsmann, Vorsitzender des Tierschutzvereins Mölln, ohnehin schon seit Jahren gefangen, gechipt und kastriert. Doch durch die unkontrollierten Hauskatzen wird das Problem der ungehemmten Vermehrung nicht geringer. Insofern „haben wir jetzt eine Handhabe, um auf die Halter zuzugehen und auf sie einzuwirken, ihre Tiere entweder nicht mehr frei laufen oder aber kastrieren zu lassen“, erklärte Prüsmann. Das sei auch im Sinne der Tiere. Denn sollten sich die Katzen zu einer Plage entwickeln, liefe es auf einen Konflikt hinaus, der im schlimmsten Fall den Abschuss von Katzen zur Folge hätte. „Das wollen wir auf jeden Fall vermeiden“, so Prüsmann. Er hält die Entscheidung von Ratzeburg für eine „Signalwirkung“ auch für andere Kommunen. Die Haltung Möllns verstehe er dagegen nicht.

 Joachim Strunk

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