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Lauenburg Ratzeburg plant Katzenschutzverordnung
Lokales Lauenburg Ratzeburg plant Katzenschutzverordnung
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18:13 12.06.2017
Beispiel für gelungenen Tierschutz: Petra Dettmar mit „Paula“ aus Mölln. Quelle: Foto: Thomas Biller

Das bunte Fest zum Thema Tierschutz auf dem Ratzeburger Marktplatz lief bereits auf Hochtouren, als Veranstalter Gaston Prüsmann die angekündigte Podiumsdiskussion einläuten wollte. Da ließ Ratzeburgs Bürgermeister Rainer Voß, „die Katze aus dem Sack“ und kündigte für die Stadt Ratzeburg eine Katzenschutzverordnung an.

Durch die von Bund und Land geschaffenen Rahmenbedingungen haben Kommunen die Möglichkeit, eine Katzenschutzverordnung zu erlassen. Diese kann eine Kastrationspflicht freilebender Katzen und eine allgemeine Kennzeichnungspflicht (Chip) beinhalten.

Ein entsprechender Entwurf liege dem Hauptausschuss der Stadt vor und könnte noch in diesem Monat durch die Stadtvertretung gehen, sagte Voß. Damit wäre der Weg frei, so dass die Verordnung zum 1.

Juli in Kraft treten könnte. Für diese Ankündigung gab es von den Besuchern und aktiven Teilnehmern des Festes großen Beifall.

Gaston Prüsmann hatte dieses Thema für die Podiumsdiskussion vorbereitet und zeigte sich durch die Bekanntgabe nach eigenen Worten „total überrannt“. Kreistagsabgeordneter Fabian Harbrecht (SPD) kommentierte das Vorhaben mit „ein starker Schritt“, und Holger Sauerzweig-Strey, Landesvorsitzender des Deutschen Tierschutzbundes, sagte: „Das ist der einzig richtige Weg!“

Rainer Voß erhofft sich durch die Verordnung für die Stadt eine „Bewusstseinsänderung“ und beruft sich auf erste Erfahrungen in anderen Städten. „In Duisburg ist die Zahl frei lebender, nicht kastrierter Katzen bereits deutlich zurückgegangen“, sagt Voß. Derzeit fallen nach seinen Worten in Ratzeburg jährlich noch über 30 000 Euro Kosten für Fundtiere an.

Rainer Voß, der die Schirmherrschaft für die unterhaltsame und informative Veranstaltung übernommen hatte, lobte zudem die Arbeit von Gaston Prüsmann, der von den LN-Lesern zu den Naturhelden gewählt wurde. Voß sagte: „Sie haben das wirklich verdient!“

Tierschutzfestival-Besucher

Mischlingshündin „Paula“ war in Begleitung von Petra Dettmar aus Mölln zum Festival nach Ratzeburg gekommen. Die fünf Monate alte Hündin interessierte sich mehr für die Angebote zum Spielen und die vielen weiteren vierbeinigen Besucher als für die Podiumsdiskussion. „,Paula‘ ist seit sechs Wochen aus dem Knast“, sagte Petra Dettmar. Ein ganzer Wurf sei in einem jämmerlichen Zustand aus Polen gekommen und wurde vom Möllner Tierschutz aufgepäppelt. Dazu gehörten auch drei Monate Quarantäne. Ehrensache, dass nun gemeinsam das Tierschutzfestival besucht wurde. thobi

thobi

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