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Lauenburg Ratzeburger Brückenabriss auf Raten
Lokales Lauenburg Ratzeburger Brückenabriss auf Raten
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00:00 18.10.2012
Feinarbeit mit schwerem Gerät: Der Fahrer des Abrissbaggers hebt vorsichtig Sand und Steine, Material der alten Brücke, aus der Grube.
Herzogtum Lauenburg

Ratzeburg – Seit der Regierungszeit des dänischen Königs Christian VIII. hat die Brücke über den Stichkanal zwischen dem Domsee und dem Kleinen Küchensee ihre Dienste bis in die moderne Zeit versehen. Sie ist einst im Zuge des Dammbaus für eine Chaussee zwischen Schwarzenbek und Thurow entstanden. Jetzt wurde das alte Bauwerk am Rande der Ratzeburger Insel bis zur Hälfte abgetragen. Alles sei bislang nach Plan verlaufen, teilte jetzt die Stadt Ratzeburg mit.Mit schwerem Gerät, aber filigran und möglichst erschütterungsfrei, arbeitete sich die Firma Eurovia bis zur vorher festgelegten Bruchkante vor. Mit einer speziellen Zange wurde das aus Ziegelsteinen und Granitmaterial bestehende Mauerwerk Stück für Stück herausgebrochen. Eine Konzentrationsaufgabe für den Mann im Baggerführerstand, der jedoch stets durch die wachsamen Bauleute in der Baugrube unterstützt wurde. Die Abbrucharbeiten gestalteten sich jedoch einfacher als angenommen, so dass der vorgesehene Brückenteil bereits nach wenigen Stunden weitgehend verschwunden war.Um während des Abrisses einen möglichst freien Zugang zum Bauwerk zu haben, aber auch um eine Gewässerverschmutzung zu vermeiden, war zuvor das Wasser im Stichkanal abgepumpt worden.Tag für Tag ist diese derzeit spektakulärste Baustelle Ratzeburgs Anziehungspunkt für Schaulustige und Ärgernis für Autofahrer zugleich. Ständig finden sich Zuschauer, oft Herren nicht mehr ganz jugendlichen Alters, die offenbar vor Begeisterung über das kräftige Zupacken eines Baggerarms jegliches Zeitgefühl fahren lassen und wissbegierig die Arbeiter an der Baustelle nach Details ausfragen. Viel Zeit, allerdings unfreiwillig, verbringen tagtäglich zahlreiche Frauen und Männer in ihren Autos vor und hinter der Baustelle, um auf das ersehnte Grün der Wechselschaltungsampel zu warten. Hierbei hält sich die Faszination durch die Baustellentätigkeit in Grenzen, wie sich den genervten Gesichtern hinter den Lenkrädern ablesen lässt. Für die Dauer von etwa einer Woche muss mit solchen Verkehrsbehinderungen gerechnet werden, da für die Abrissfahrzeuge eine Fahrbahnhälfte im Baustellenbereich als Rangierfläche gesperrt werden musste. Doch die Aussichten sind günstig: angesichts der zügig voranschreitenden Abbrucharbeiten wird die halbseitige Straßensperrung im Baustellenbereich aller Voraussicht nach bereits zum Wochenende wieder aufgehoben werden können, verspricht Ratzeburgs Stadt-Pressesprecher Mark Sauer.Dieses Ratzeburger Brückenprojekt ist eine der aufwändigsten Baumaßnahmen der jüngsten Zeit. Vor dem eigentlichen Abriss musste das verbleibende Gewölbe, über welches weiterhin der Verkehr der B 208 geführt werden musste, von unten verstärkt werden, um die Tragfähigkeit der Restbrücke zu gewährleisten. Ebenso musste vor den Abrissarbeiten der Stichkanal trocken gelegt werden, um eine Verunreinigung des Gewässers mit Bauschutt zu verhindern und die Abrissarbeiten zu erleichtern. Dafür wurden sogenannte „big bags“, großvolumige, mit Sand gefüllte Taschen, in den Kanal gesetzt, um so ein Leerpumpen zu ermöglichen.

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