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Lauenburg Ratzeburger Jugendliche auf Augenhöhe mit Ministerin
Lokales Lauenburg Ratzeburger Jugendliche auf Augenhöhe mit Ministerin
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22:35 25.08.2017
Sommertour „Zeig mir Deine Stadt“: Phoebe Wiese, Tabea Schudde, Niclas Ulrich, Klaus Nickel, Thomas Kuehn, Ottfried Feußner, Monika Heinold und Malte Allrich von der DLRG (von links). Quelle: Foto: Thomas Biller

Finanzministerin Monika Heinold (Bündnis90/Die Grünen) hatte unter dem Motto ihrer diesjährigen Sommertour „Zeig mir Deine Stadt“ die Kreisstadt als Station ausgewählt. Gemeinsam mit Bürgervorsteher Ottfried Feußner, Klaus Nickel, Erster Stadtrat und Vertreter von Bürgermeister Rainer Voß, sowie Thomas Kuehn, Ausschussvorsitzender Schule, Jugend und Sport der Stadt, ging es dann gemeinsam auch zur DLRG-Station und zur Badestelle an der Schlosswiese.

Gesetzliche Verpflichtung

Seit dem Jahr 2003 sind die Gemeinden verpflichtet, Kinder und Jugendliche bei Planungen und Vorhaben, die ihre Interessen berühren, zu beteiligen.

Die konkrete Ausgestaltung des Jugendbeirats können die Gemeinden anhand der örtlichen Erfahrungen und Besonderheiten jeweils selbstständig entscheiden. Quelle:

Finanzministerium

Ziel der Besuche von Heinold sei es, an möglichst vielen Orten zu schauen, wie es vor Ort laufe. Ministerin Heinold: „Wie verhält es sich hier kommunalpolitisch mit der Beteiligung der Jugendlichen?“

Dabei zeigten sich die Jugendlichen im Gespräch sehr offen und engagiert. „Am Anfang war es etwas holperig“, so Niclas Ulrich, „aber wir wurden im Rathaus und von der Politik sehr gut aufgenommen. In allen Ausschüssen sind wir herzlich willkommen und untereinander sprechen wir viel über die aktuellen Themen“. Da sich alle drei Jugendlichen in der DLRG engagieren, war das Engagement des Jugendbeirates, die Badestelle weiterhin attraktiver zu gestalten und die Aufsicht zu organisieren, das zentrale Thema. „Es ist noch Ehrenamt, aber nach fünf Wochen Badeaufsicht in der Ferienzeit merkt man, wieviel Zeit dafür aufgewendet wird“, so Niclas Ulrich. Ob sich die Jugendlichen später einmal eine ehrenamtliche Mitwirkung in der Stadtvertretung vorstellen könnten, wollte die Ministerin erfahren. Tabea Schudde: „Ich kann mir das gut vorstellen, es ist sehr spannend.“ Einig waren sich die jungen Menschen, dass es vor jeder Sitzung eine ganze Menge von Unterlagen sei, in die man sich hineinarbeiten müsse, aber für Phoebe Wiese steht schon heute fest, dass sie sich „wieder für den Jugendbeirat entscheiden“ würde. Und auf Heinolds Frage, was sie denn machen würden, wenn sie für einen Tag regieren und bestimmen könnten, sagte Tabea Schudde: „Ich würde meine Arbeit darstellen und Hintergründe erläutern, wieso und welche Entscheidungen getroffen werden.“ Niclas Ulrich: „Die Jugend sollte gestärkt werden durch eine durchstrukturiertere Schulbildung und diese sollte bundesweit einheitlich sein.“ Nach knapp zwei Stunden bedankte sich Monika Heinold bei den Jugendlichen und den Vertretern der Stadt und stellte zusammenfassend für sich fest: „Es gibt im Jugendbeirat keinen Frust; in dieser Stadt ist die Beteiligung der jungen Menschen gewollt.“

 Thomas Biller

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