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Lauenburg Ratzeburger hortete halbes Kilo „Gras“
Lokales Lauenburg Ratzeburger hortete halbes Kilo „Gras“
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22:15 09.09.2013

Die Fahnder kamen im Morgengrauen. Schlaftrunken öffnete der 30-Jährige. Auf dem Tisch lagen vier Tüten mit je 25 Gramm Marihuana. In einer Zimmerecke lehnte ein Sturmgewehr — zum Glück nur der Nachbau eines scharfen Gewehrs. Ein Drogenhund schlug außerdem im Abstellraum an. Insgesamt 500 Gramm Marihuana wurden am Ende sichergestellt. Gestern ist der Mann aus Einhaus vom Amtsgericht Ratzeburg zu einem Jahr und drei Monaten Gefängnis auf Bewährung wegen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge verurteilt worden.

„Es war ein großer Fehler von mir. Ich bereue das sehr“, erklärte der gebürtige Ratzeburger auf der Anklagebank. Die Kriminalpolizei hatte kurz vor der Durchsuchung zwei andere Dealer erwischt. Diese lieferten umfangreiche Informationen zur Drogen-Szene rund um die Inselstadt. Die Ermittler bekamen einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des Einhausers, am 9. November 2012 fanden sie die Drogen. Der Täter gab zu, seit dem 16. Lebensjahr Cannabis zu rauchen. Irgendwann sei er auf die Idee gekommen, sein Ausbildungsgehalt durch das Dealen aufzubessern. Den Kontakt zum Großdealer stellte er am Hamburger Hauptbahnhof her. Nach seinen Aussagen soll der Deal drei Tage vor der Hausdurchsuchung über die Bühne gegangen sein. 3000 Euro wechselten den Besitzer. „Ich wollte das Gramm Gras für neun Euro verkaufen und damit etwa 1000 Euro verdienen“, sagte der Angeklagte.

Auch der Vorwurf des unerlaubten Waffenbesitzes stand im Raum: „Drogen und Waffen sind eine ungünstige Kombination“, erklärte Richter Martin Mrozek. Zwei Luftgewehre, das eine geladen, und besagtes Softair-Sturmgewehr wurden gefunden. Diese seien laut Waffengesetz zwar meldepflichtig. Staatsanwalt Dr. Jan Suhr und Richter Mrozek waren sich jedoch einig, dass diese nicht dazu dienten, die Drogen zu verteidigen.

Das Urteil des Amtsgerichtes fiel mild aus, denn bis zu fünf Jahre Haft wären im Zusammenhang mit Waffenbesitz die Höchststrafe für das Vergehen. Doch der Täter ist nicht vorbestraft, geht geregelter Arbeit nach und muss eine Drogentherapie machen.

ln

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