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Lauenburg „Rauhe Diskussion“ innerhalb der lauenburgischen SPD
Lokales Lauenburg „Rauhe Diskussion“ innerhalb der lauenburgischen SPD
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20:04 20.05.2017
„Aus den Beiträgen war keine Mehrheit für die Rücktrittsfor- derung zu erkennen.“Birgit Wille SPD-Kreisvorsitzende

„Es war eine sehr rauhe Diskussion mit zum Teil persönlichen Anfeindungen gegen uns“, erklärte Juso-Mitglied und Kreistagsabgeordneter Fabian Harbrecht im Anschluss. Auch Schwarzenbeks SPD-Ortsvorsitzender und Juso-Kreisvorsitzender Calvin Fromm bestätigte die „hart grenzwertigen“ Äußerungen mancher Genossen.

Bereits direkt nach der Landtagswahl hatten Fromm und Harbrecht kritisiert, dass sich auf der von Landeschef Ralf Stegner aufgestellten Landesliste keine Jusos auf „ sicheren“

Listenplätzen befunden hätten. Die Folge sei, dass im Landtag kein SPD-Vertreter oder -Vertreterin 35 Jahre oder jünger sei. Der Vorwurf: Ralf Stegner betone zwar immer, wie wichtig die Juso seien, honoriere die Arbeit aber letztlich nicht. In der folgenden Diskussion wurde Stegner aus dem Lauenburgischen dann auch vorgeworfen worden, dass er als Landesvorsitzender allein Torsten Albig für die Wahlniederlage verantwortlich mache und nicht selbstkritisch sei. Stegner konterte die Vorwürfe, indem er die Kritiker in einem Online-Post unter anderem als „Opportunisten“ und „Berufszyniker“

bezeichnete.

Als auch nach der Landtagswahl in NRW mit der Niederlage der SPD und dem Rücktritt von Hannelore Kraft, ebenso wie Stegner SPD-Landesvorsitzende und stellvertretende Bundesvorsitzende, immer noch keine Konsequenzen von Ralf Stegner erfolgten, veröffentlichten die beiden Kritiker aus dem Lauenburgischen gemeinsam mit zahlreichen SPD-Funktionären und -Amtsinhabern aus dem Kreis einen offenen Brief an Ralf Stegner – mit einer Rücktrittsforderung.

Ulrich Hardtke, Ortsvorsitzender der SPD in Labenz, war einer dieser Unterstützer. Er hält den Jusos zugute, dass „ohne den offenen Brief wohl keine derart intensive Diskussion am Freitag stattgefunden hätte“. Über die Form ließe sich sicherlich streiten. Die Kreisvorsitzende Birgit Wille betonte ebenfalls die sehr rege Diskussion. „Aus den Debattenbeiträgen habe ich für mich ein Meinungsbild festgestellt, das die Forderung aus dem offenen Brief keine Mehrheit hat.“ Die meisten SPD-Mitglieder wollten den Wahlkampf sachlich analysieren, ehe sie in eine Personaldebatte einstiegen.

 Joachim Strunk und Holger Marohn

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