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Lauenburg Rescue-Days an der Buschkoppel
Lokales Lauenburg Rescue-Days an der Buschkoppel
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20:17 18.10.2017

800 Feuerwehrleute aus allen Kontinenten der Welt werden dort von morgen bis Sonntag mit 100 Ausbildern moderne Rettungstechniken trainieren. „Die Aufregung steigt von Tag zu Tag, aber ich bin guter Dinge, dass wir hier eine großartige Aktion auf die Beine stellen“, sagte gestern Schwarzenbeks Feuerwehrchef Thorsten Bettin. Die Feuerwehr Schwarzenbeks richtet die Rescue-Days der Firma Weber aus. Das Unternehmen ist auf die Entwicklung und den Vertrieb hydraulischer Rettungsgeräte, wie sie nach Verkehrsunfällen zum Einsatz kommen, spezialisiert.

Frontalzusammenstoß zweier Autos, ein Wagen unter einem Lkw-Auflieger, ein Auto seitlich am Baum: An der Buschkoppel jagt zurzeit ein Schreckensszenario das nächste. Zum Glück nur zu Übungszwecken. 24 Trainingsstationen werden dort für die Rescue-Days vorbereitet.

Tag für Zuschauer

Einen Zuschauertag gibt es am Sonntag, 22. Oktober, von 11 bis 17 Uhr. Dann ist nicht nur an der Buschkoppel viel zu sehen. An der Compestraße und auf dem Ritter-Wulf-Platz stellen sich Hilfsorganisationen vor, um für ihre ehrenamtliche Arbeit zu werben. Der Eintritt ist frei.

120 Schrottautos, zahlreiche Transporter, Busse und Laster sowie sogar 30 sogenannte Nullserienfahrzeuge neuster Produktion - unter anderem von VW, Mercedes und Opel – werden von den Teilnehmern an den drei Tagen zerlegt. „Die Vorbereitungen laufen sehr gut und freuen uns auf spannende Tage hier in Schwarzenbeks“, sagte Luciana Wennes-Bromm, die das Spektakel auf Seiten von Weber leitet.

Bereits seit Montag sind die Feuerwehrleute und Mitarbeiter der Firma mit dem Aufbau an der Buschkoppel beschäftigt. Gestern wurden mehrere Autos aus 30 Metern Höhe von einem Telekran aus auf den Boden fallen gelassen. So wurde ein Frontalaufprall mit etwa 70 Stundenkilometern simuliert. Andere Autos wurden mit Hilfe eines Baggers deformiert, um realistische Ausgangssituationen herzustellen.

In den verformten Autos sitzen Dummys, die die den Teilnehmern retten müssen.

„Besonders interessant für die Teilnehmer der Rescue-Days sind auch die Einheiten mit den internationalen Ausbildern, die manchmal ganz andere Ansätze wählen, als sie bei uns in Deutschland verbreitet sind“, sagte Bettin. An einer Station schult ein Amerikaner den Einsatz einer speziellen Handkreissäge, um ein Autodach aufzuschneiden. Bettin: „Wir profitieren dabei für unsere Einsatzkräfte von dieser intensiven Ausbildung, weil wir an allen Übungsstationen Helfer vor Ort haben.“ Die offiziellen Teilnehmer zahlen derweil bis zu 800 Euro für das Seminar – bekommen aber auch ein außergewöhnliches Training geboten. Das Interesse ist groß, alle Plätze waren in Rekordzeit ausgebucht. „Wir haben so viele internationale Feuerwehrleute wie noch nie bei den RescueDays zu Gast“, berichtete Bettin. 150 Teilnehmer aus 20 fremden Ländern werden erwartet.

Timo Jann

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