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Lauenburg Rettungswache: Die Zukunft bleibt unklar
Lokales Lauenburg Rettungswache: Die Zukunft bleibt unklar
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20:47 24.08.2017
Die Rettungswache ist zur Zeit im Feuerwehrhaus in Schiphorst untergebracht. Quelle: Fotos: Jens Burmester

 Als Grund wurden laut DRK technische Mängel am Rettungswagen und massive Probleme im Arbeitsschutz genannt.

Nach Kündigung des Steinhorster Subunternehmers durch das DRK erfolgt Rettung vorerst aus Schiphorst.

Seither macht der DRK-Kreisverband die Notfallversorgung in der Region mit einem eigenen Rettungswagen. Der ist allerdings nun nicht mehr in Steinhorst, sondern im benachbarten Schiphorst untergebracht. Die Gemeinde hat den Rettern ihr neues Gerätehaus zur Verfügung gestellt. Wo bis dahin das Tanklöschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr untergebracht war, steht nun der Rettungswagen.

Der Schulungsraum ist nun Aufenthaltsraum mit offener Küche für die Sanitäter. Und dahinter, wo ursprünglich ein Abstellraum war, wurden zwei getrennte Schlafräume eingerichtet. Zwar teilen sich die Retter die Fahrzeughalle mit der Feuerwehr, denn die Spinde mit der Einsatzschutzkleidung sind dort weiterhin untergebracht, aber das Feuerwehrauto steht wieder in der alten Fahrzeughalle gegenüber am Gemeindehaus. „Wir haben zunächst einen Vertrag bis zum Jahr 2020 mit dem DRK geschlossen“, sagt Schiphorsts Bürgermeister Hans Burmeister. Wie es danach weiter gehe, wisse er auch nicht.

Natürlich gebe es eine Option auf Verlängerung. Das bestätigt auch DRK-Geschäftsführer Peter Timmermanns.

Die Zukunft ist unklar. Offenbar buhlen mehrere Gemeinden darum, die Wache mit dem Rettungswagen in ihren Ort zu holen, darunter natürlich auch die Amtsgemeinde Sandesneben. Doch das Gutachten gibt das offensichtlich nicht her, denn es geht ja vornehmlich darum, die Hilfsfristen einzuhalten. Deshalb war der RTW in Steinhorst stationiert worden, denn dieses Rettungsmittel deckt auch einige Gemeinden im benachbarten Kreis Stormarn ab. Und von Schip- horst aus ist das gerade noch möglich. Allerdings auch nur bis zu einem gewissen Punkt in der Gemeinde.

Das entscheidende Wort über einen Neubau oder jede andere endgültige Lösung haben allerdings die Krankenkassen. Die Kassen finanzieren zum größten Teil diese Projekte.

Hilfsfristen einhalten

Die Hilfsfrist ist das wichtigste Planungs- und Qualitätsmerkmal für die Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdienst. In den Gesetzen werden Höchstwerte für die Hilfsfrist beim Brandschutz und Rettungsdienst festgelegt. Danach richtet sich die Dichte des Netzes an Rettungswachen und Feuerwehrstandorten.

In Schleswig-Holstein beträgt die Hilfsfrist 12 Minuten. Weicht der Erreichungsgrad signifikant von der Hilfsfristvorgabe ab, muss die Organisation des Rettungsdienstes überprüft werden, insbesondere die Anzahl und die Position von Fahrzeugen.

 Jens Burmester

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