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Lauenburg Richtfest für Neubau am Fährhaus Rothenhusen
Lokales Lauenburg Richtfest für Neubau am Fährhaus Rothenhusen
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11:02 05.10.2016
Das Modell der Architekten Mißfeldt Kraß aus Lübeck (Mitte). Quelle: Fotos: Tobi

Ende Oktober vergangenen Jahres war Schluss am traditionsreichen Fährhaus Rothenhusen. 42 Jahre hatte das Ehepaar Basteri das Gasthaus von der Stadt Lübeck gepachtet. Jetzt gibt es neue Pächter – die hier schon sehr oft Gäste waren.

Die neuen Pächter der Traditionsgaststätte stellten ihr Konzept vor – 2017 soll Wiedereröffnung sein – Große Dachterrasse zum See und ein Kiosk geplant.

Dr. Norbert Marienhoff aus Utecht im Kreis Nordwestmecklenburg war dort mit seiner Frau Dagmar und Freunden immer sehr gern essen. „Die Atmosphäre hier am Wasser mit diesem geschichtsträchtigen Gebäude hat uns immer fasziniert“, sagt Marienhoff mit strahlenden Augen, die den Arbeitsaufwand der vergangenen Monate nicht verraten.

Als Stammgast Marienhoff von Piero Basteri hörte, dass er aufhöre, hatte das Ehepaar Marienhoff nicht lange überlegt: Ein erstes Konzept wurde im Jahre 2013 erstellt, die Verhandlungen mit der Stadt Lübeck im Februar 2014 aufgenommen. Mit Begleitung des Lübecker Architekturbüros Mißfeldt Kraß entstand ein Konzept, das zur Unterzeichnung des Erbbaurechtsvertrages mit der Stadt Lübeck im August 2015 führte.

Mit Jürgen Rössig aus Campow kam ein Partner hinzu, der die Vorstellungen von Marienhoff engagiert teilt. „Wir wollen das Kleinod Fährhaus Rothenhusen wieder zum Leben erwecken und liebevoll und mit Visionen den Zeitgeist einziehen lassen“, heißt es im Konzeptplan. Und: „Wir stehen dabei für hohe Ansprüche und beste Qualität, bauen auf regional ausgerichtete Speisen und ein entsprechendes Getränkeangebot. Dieses wird ökologischen Ansprüchen gerecht werden und regionale Anbieter einbinden und stärken.“

Dagmar Marienhoff verspricht anlässlich des Richtfestes aber auch: „Es wird zusätzlich eine Art Kiosk geben, wo man eine Currywurst oder auch ein Fischbrötchen bekommen kann.“ Im Rahmen des Konzeptes werden das historische Gebäude komplett saniert und ein Neubau mit Dachterrasse zum See errichtet. Darunter steht Raum für viele Sitzplätze zur Verfügung. 40 Kubikmeter Holz haben die Zimmerer verbaut.

In den Wintermonaten soll weitestgehend der innere Bereich des Restaurants mit drei Gasträumen und einem Thekenbereich bewirtet werden. Auch ein Raum für Lesungen oder kleine musikalische Veranstaltungen soll zur Verfügung stehen. Eine Kaffee-Bar, ein Biergartenbereich und ein Spielbereich für Kinder sollen das Angebot abrunden.

Dass der ursprüngliche Zeitplan mit einer Eröffnung noch in diesem Jahr nicht zu halten war, erklärt Norbert Marienhoff: „Wir haben viel mehr Bauschäden entdeckt als gedacht. Das waren 42 Jahre Sanierungsstau durch die Stadt Lübeck.“ Mit dem Richtfest am Neubau starten die Pächter nun in die Phase der Einrichtung. Dagmar Marienhoff hat sich auf zahlreichen Reisen Anregungen geholt und ist voller Ideen. „Wir sind jetzt im Zeitplan“, sagt sie. Die Eröffnung ist für Anfang 2017 geplant.

Ein Betreiber stehe in den Startlöchern: Ein Neffe von Jürgen Rössig, der den Beruf von der Pike auf gelernt hat.

Halbinsel ist Eigentum der Hansestadt Lübeck

Die Halbinsel Rothenhusen liegt am Nordende des Ratzeburger Sees und gehört zur Gemeinde Groß Sarau. Ebenso wie der Fluss Wakenitz steht sie aber seit dem Mittelalter im Eigentum der Hansestadt Lübeck. Damals diente sie als Zollstation. Die Halbinsel ist auch mit dem Schiff erreichbar – über die Schifffahrt auf dem Ratzeburger See oder Wakenitz-Schifffahrt.

 Thomas Biller

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