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Lauenburg Riftec investiert fünf Millionen Euro am Standort Geesthacht
Lokales Lauenburg Riftec investiert fünf Millionen Euro am Standort Geesthacht
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18:13 27.07.2017

Nach 14 Jahren als Mieter des Geesthachter Innovations- und Technologiezentrums (GITZ) wird die Firma Riftec nun „erwachsen“: Für ihre aktuelle Serienfertigungen benötigt das Unternehmen zusätzliche Kapazitäten. Der Platz am jetzigen Standort auf dem Gelände des Technologiezentrums reicht nicht mehr aus.

Eine Alternative für den Platzbedarf von Riftec wurde nun gefunden. Von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Herzogtum Lauenburg (WFL) kauft die Firma ein Grundstück an der Mercatorstraße im Norden Geesthachts. Hier investiert das Unternehmen fünf Millionen Euro für Neubau, Umzug und neue Maschinen.

Die Riftec GmbH blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Ende der 1990er Jahre haben sich die Firmengründer in einer Forschungsgruppe der damaligen GKSS kennengelernt. Dort hatten sie den ersten Kontakt zum Rührreibschweißen, einem Verfahren, das erst kurz zuvor in England entwickelt wurde und bis dahin allein in der Forschung im Einsatz war. Riftec wurde 2003 gegründet mit dem Zweck, das Rührreibschweißen in die industrielle Anwendung zu bringen. Mit Erfolg. Hatte man zunächst nur ein Drei-Mann-Büro beim GITZ und Hallenzeiten bei der GKSS gemietet, wurden dank der guten Auftragslage schon bald mehr Mitarbeiter eingestellt. Wenige Jahre später baute das GITZ für Riftec einen großen Erweiterungsbau, in dem das Unternehmen bis heute Mieter ist.

In 2010/11 kündigten sich mehrere neue Serienaufträge an, weshalb Riftec in Maschinen und Personal investierte, zusätzliche Räume anmietete, um die notwendige Infrastruktur zu schaffen. Allerdings entwickelten sich die Aufträge nicht wie angekündigt, so dass das Unternehmen 2012 Insolvenz anmelden musste.

Der Hartnäckigkeit der Geschäftsführer Dr. Axel Meyer und Alexander von Strombeck und der guten Reputation des Unternehmens ist es zu verdanken, dass die österreichische HAI-Gruppe investierte, so dass Riftec seit 2013 wieder auf eigenen Beinen steht.

Nach vier Jahren ist die Mitarbeiterzahl deutlich gestiegen. Die Auftragslage ist so gut, dass weder die Produktions- und Lagerflächen noch die Büroräume ausreichen. Da das GITZ keine Erweiterungsflächen anbieten konnte, suchte man gemeinsam mit der WFL nach einer Alternative. Die fand man an der Mercatorstraße. Hier soll auf einem 12000 Quadratmeter großen Grundstück ein neues Gebäude entstehen, in dem genügend Raum für eine moderne Produktionshalle vorhanden ist. Baubeginn wird im Herbst sein, im Frühsommer 2018 soll die Produktion am neuen Standort starten.

Rührreibschweißen

Bei Riftec handelt es sich um einen Spezialisten. Das Unternehmen bietet die Dienstleistung des Rührreibschweißens an. Dabei handelt es sich um quasi nahtlose Verbindungen von Leichtmetallen wie Aluminium und dessen Legierungen, Magnesium, aber auch Mischverbindungen aus Alu und Edelstahl, Alu und Kupfer oder Kupfer mit Kupfer.

Anwendung finden die Arbeiten vor allem in der Kühltechnik, speziell bei der Produktion von Motorkühlern in der Automobiltechnik.

Joachim Strunk

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