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Lauenburg Robert-Koch-Park: Erste Verträge unterzeichnet
Lokales Lauenburg Robert-Koch-Park: Erste Verträge unterzeichnet
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21:22 22.12.2015
Das Hauptgebäude an der Möllner Hindenburgstraße. Quelle: Fotos: Strunk

„Zum Ende meiner beruflichen Arbeitszeit ein solch tolles inklusives Projekt mitgestalten zu können — etwas Schöneres gibt es nicht“, schwelgte Hans-Joachim Grätsch, Geschäftsführer des Lebenshilfewerks Mölln-Hagenow (LHW), in Emotionen, bevor er gemeinsam mit seinem Geschäftsführer-Kollegen Klaus Schlie von der Lauenburgischen Treuhand Gesellschaft (LTG) die Mietverträge für die ersten beiden Projekte unterschrieb. Möglichst schon 2017 soll der Digitaldruck- und Copyshop des LHW aus der Mühlenstraße in den neuen inklusiven Stadtteil des Robert-Koch-Parks an der Möllner Hindenburgstraße umziehen. Und zum selben Zeitpunkt wird dort auch die „Kultur-Werkstatt“ des LHW ihr Domizil beziehen.

Die „Freie Schule Mölln“ war schon im September ins Hauptgebäude der ehemaligen Bundeswehrverwaltungsschule eingezogen und hatte ihren Betrieb aufgenommen. Mit der Unterzeichnung weiterer Mietverträge setzten LTG und LHW nun deutliche Zeichen, dass es voran geht.

Investitionen in Höhe von 15 Millionen Euro würden „jetzt angestoßen und realisiert“, erklärte Rechtsanwalt Thomas Klahn, einer der LTG-Gesellschafter. Er wie auch Schlie und Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Dieter Radtke legten Wert auf die Feststellung, dass ausschließlich regionale Firmen und Handwerksbetriebe mit den Sanierungs- und Umbaumaßnahmen beauftragt würden.

Zur LHW-Kulturwerkstatt, an der nicht nur behinderte Menschen, sondern auch Schüler, Lehrer, Eltern, Kindergärten, Senioren, Volkshochschulteilnehmer, Künstler und Dozenten mitwirken können und sollen, gehört auch der große Multifunktionssaal, der früher als Aula oder Gemeinschaftsraum diente. Künftig soll er möglichst vielfältig als Veranstaltungsraum genutzt werden. Da er auch über eine Bühne und Umkleideräume verfügt, ist er prädestiniert für solche Zwecke. Um ihn bestmöglich zu gestalten, war die LTG mit Dr. Marc Fiebig, dem Chef des Augustinum-Projekts „Kino in Mölln“, in Kontakt getreten, der sich dankbar in die Findungs- und Planungsphase einbringen will: „Dieser Saal ist für mich ein Lückenschluss, um Kino in unserer Stadt wieder zu einem größeren Publikum zu verhelfen.“ Aufgrund der Vielzahl an Veranstaltungen im Augustinum, seien die Möglichkeiten dort für ihn arg beschränkt.

Schlie erläuterte auch weitere Vorhaben, die meist schon über die Planungsphase hinaus seien, wie die integrative Kindertagesstätte mit insgesamt acht (vier inklusive Kita-, zwei Hort- und zwei Krippen-)Gruppen. Hier sollen hundert Kinder betreut werden.

Im ehemaligen Schwesternwohnheim auf dem Gelände sollen zudem 15 Wohnungen für Menschen mit Behinderung sowie weitere 13 im Rahmen der Grundsicherung entstehen. Im Hauptgebäude will das LHW ein Alten- und Pflegeheim mit 100 Plätzen anbieten, eine Küche mit Kantine betreiben und auf dem Freigelände vor und neben dem Haupthaus ein Floristik-Café, eine Fahrradwerkstatt, die Hausmeisterei sowie ein Landschafts- und Gartenbaubetrieb. „Hier hoffen wir auf rund 50 Arbeitsplätze für Menschen mit Handicap“, sagt Grätsch.

Fertigstellung für 2017 anvisiert
Seit Ende 2013 ist die Lauenburgische Treuhand Gesellschaft in Mölln mit den konkreten Planungen zum Robert- Koch-Park befasst. Die Umbaumaßnahmen im Haupthaus der einstigen Lungenheilstätte (danach Bundeswehrverwaltungsschule) haben bereits begonnen, die Bauarbeiten im ehemaligen Schwesternwohnheim sollen Anfang 2016 starten und 2017 beendet sein.


Für die Planung der Freiflächen auf dem Gelände ist die österreichische PR-Agentur „Capito“ aus Graz mit ins Boot geholt worden. Sie soll nicht nur die Straßen und Wege auf dem Gelände barrierefrei planen, sondern als Franchise-Unternehmen auch ein Büro für leichte Sprache eröffnen.

Joachim Strunk

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