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Lauenburg Rondeshagener verärgert über den „Schleichverkehr“
Lokales Lauenburg Rondeshagener verärgert über den „Schleichverkehr“
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20:41 22.06.2017
Wegen der Sperrung der B 208 in Kastorf nutzen viele Autofahrer auf der Strecke zwischen Ratzeburg und Bad Oldesloe die Abkürzung über Rondeshagen.
Rondeshagen

Wo sonst gefühlt alle fünf Minuten mal ein Auto vorbeifuhr, kommen sich viele Rondeshagener derzeit vor, als lebten sie in der Großstadt. Grund ist der starke Durchgangsverkehr im Ort. Denn aufgrund der Sperrung der Bundesstraße 208 in Kastorf wegen Kanalarbeiten wird der Autoverkehr aus Richtung Bad Oldesloe weiträumig über Kronsforde, Krummesse und Klempau nach Berkenthin und weiter nach Ratzeburg geleitet.

Wegen B-208-Sperrung nehmen Autofahrer Abkürzung – Tempolimit gefordert.

Maßnahmen gegen Hundekot

Um der Verschmutzung der Straßen und Wege in Rondeshagen durch Hundekot Herr zu werden, sicherte Bürgermeister Andreas Albrecht zu, vier bis fünf Ausgabestellen von Hundekotbeuteln plus Papierkörben an den jeweiligen „Brennpunkten“ anzubringen. In jüngster Zeit wurde ein verstärkter „Hundetourismus“ registriert: Zahlreiche Hundehalter aus anderen Orten kommen zum Gassigehen extra nach Rondeshagen.

Ortskundige Fahrer meiden diesen langen Umweg und nehmen lieber die Abkürzung über Bliestorf und Rondeshagen nach Berkenthin. Viele Bürgerinnen und Bürger stöhnen ohnehin über den Schwerlastverkehr zur Erntezeit, jetzt kommt auch noch der „Schleichverkehr“ hinzu.

Zur Gemeindevertretersitzung im Rondeshagener Haus am Brink kamen mehr als 30 Gäste und diskutierten diese Problematik. „Sicherheitsgefährdung unserer Kinder auf den Wegen von und zur Schule beziehungsweise Kindergarten sowie in der Freizeit, Kosten für Straßensanierung, die auf Anwohner umgelegt werden könnten und vermehrte Lärmbelastung und erhöhte Emissionswerte“ waren die Hauptkritikpunkte auf der Sitzung. „Bei uns wackeln regelmäßig die Wände“, berichtete beispielsweise Anwohner Olaf Fechner aus der Dorfstraße. Das Problem sei, dass die Park- und Dorfstraße zu eng für den Begegnungsverkehr seien. „Dann nageln die Lkw oder Traktoren notgedrungen über die Bankette oder den Gehweg“, hieß es gleich von mehreren Einwohnern.

Trotz der durchaus kritischen Worte konnte sich der Gemeinderat allerdings zu keiner Abstimmung über ein Tempolimit von 30 km/h bewegen lassen. „Das Thema hatten wir bereits im vergangenen Jahr. Es herrscht hier keine Einigkeit“, erklärte Bürgermeister Andreas Albrecht. Er wolle in Gesprächen mit dem Amt oder Kreis über Maßnahmen wie Blitzer sprechen. „Dann könnten wir auch am Bundestagswahltag die Einwohner zu diesem Thema abstimmen lassen.“

Joachim Strunk

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