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Lauenburg Rückenwind für MdB Nina Scheer
Lokales Lauenburg Rückenwind für MdB Nina Scheer
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20:42 02.11.2016
Der SPD-Landesvorsitzende Dr. Ralf Stegner (links) und Birgit Wille (rechts), SPD-Kreisvorsitzende für den Kreis Herzogtum Lauenburg, gratulieren Dr. Nina Scheer zur Wiederwahl als Bundestagskandidatin für die Wahlkreise Herzogtum Lauenburg und Stormarn Süd. Quelle: Stefanie Ender

Mit 97,5 Prozent der Stimmen wurde Dr. Nina Scheer erneut zur SPD-Bundestagskandidatin für die kommende Legislaturperiode ab September 2017 gewählt. Der schleswig-holsteinische SPD-Landesvorsitzende Dr. Ralf Stegner nutzte die Gelegenheit auf der Wahlkreiskonferenz, um seine Partei anzufeuern und den Vorschlag seines Parteichefs Sigmar Gabriel zu stützen: Außenminister Frank-Walter Steinmeier solle Bundespräsident werden.

Die Freude war ihr ins Gesicht geschrieben, der Saal im Schwarzenbeker Louisenhof hallte vor begeistertem Beifallklatschen am Dienstagabend. Dr. Nina Scheer (SPD) bekommt die erneute Unterstützung ihrer Parteibasis aus dem Wahlkreis 10, der die Kreise Herzogtum Lauenburg und Stormarn-Süd umfasst. Von 80 gültigen Stimmen befürworteten 78 die 45-jährige Geesthachterin. Damit kann sie sich im September 2017 auf den Weg nach Berlin machen, sollte die SPD genug Sitze im Bundestag bekommen.

„Wir brauchen Kompetenz in Berlin, eine starke Stimme wie die von Nina“, sagt Dr. Ralf Stegner. Der SPD-Landesvorsitzende feuerte an diesem ausgelassenen Dienstagabend seine Partei an: „Wir müssen gemeinsam losgehen und auf das gleiche Tor schießen. Nur so haben wir eine Chance gegen die Union.“ Schließlich heiße es Wahlkampf und nicht Wahlspaziergang. Das Sahnehäubchen seiner enthusiastischen Rede war die Forderung, Frank-Walter Steinmeier (SPD) als neuen Bundespräsidenten zu wählen. „Frau Merkel sollte sich mal einen Ruck geben und darüber nachdenken“, formulierte er, um die CDU-Parteichefin im Hinblick auf die Bundespräsidentenwahl im Februar kommenden Jahres herauszufordern. Dann nämlich wird das neue Staatsoberhaupt von der Bundesversammlung gewählt, in der die SPD etwa 150 Stimmen weniger als die CDU/CSU hat. Mit der Stimmmehrheit von 543 ist es eher wahrscheinlich, dass die Union für einen Kandidaten aus den eigenen Reihen stimmt.

Mitte September 2017 wird außerdem der Bundestag gewählt, in dem Dr. Nina Scheer seit 2013 einen Sitz für die SPD hat. Vor den Parteikollegen zieht sie Bilanz und berichtet von drei Jahren Arbeit in Berlin: „Wir sind ein Pulk und treten zusammen auf, aber der innerfraktionelle Diskurs ist wichtig. Manchmal musste ich gegen den Strom schwimmen, um etwas zu erreichen.“ So sei sie etwa gegen weitere Zulassungen von Glyphosat gewesen, entgegen der Mehrheit der SPD-Bundestagsfraktion und des Koalitionspartners CDU/CSU. „Ich habe Umweltministerin Hendricks den Rücken gestärkt“, sagt sie.

Zum Thema Fracking hätte sie gegen eine schwammige Lösung gekämpft: „Ich freue mich, dass es nun ein glasklares Fracking-Verbot gibt.“

Scheer will sich in der kommenden Legislaturperiode weiterhin in der Energiepolitik, konkret für den schnellen Rückbau der Atomenergie, für einen fairen Freihandel und ein größeres Vertrauen in die Europäische Union einsetzen. „Ich möchte mitwirken, in welcher Farbkonstellation auch immer“, sagt sie. Eine rot-rot-grüne Koalition kann sie sich vorstellen. „Das geht nur, wenn es genug Befürworter aus den eigenen Reihen gibt“, sagt sie. Bislang seien noch zu viele SPD-Mitglieder in Berlin dagegen.

Dr. Nina Scheer

Zum privaten Geige spielen wird MdB Nina Scheer in den kommenden fünf Jahren nach eigenen Aussagen nicht kommen, sollte sie 2017 wieder einen Sitz im Bundestag bekommen.

Mitglied des Bundestages ist die 45-jährige Geesthachterin seit 2013 für die SPD. Sie hat zwei Wahlkreisbüros in Geesthacht und Ahrensburg. Sie ist außerdem ehrenamtlicher Vorstand in der Hermann-Scheer-Stiftung, die zu Ehren ihres Vaters, dem langjährigen SPD-Bundestagsabgeordneten Hermann Scheer, gegründet wurde.

Wie ihr Vater, setzt sie sich mit SPD-Rückenwind für erneuerbare Energien und Umweltthemen ein.

Stefanie Ender

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