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Lauenburg SC Schwarzenbek: Geburtstagsstimmung war getrübt
Lokales Lauenburg SC Schwarzenbek: Geburtstagsstimmung war getrübt
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18:19 30.07.2016
Zweiter Vorsitzender Thomas Nowottnick mit dem Fußballnachwuchs. Der SC Schwarzenbek hat 21 Jugendmannschaften. Quelle: Fotos: Ge

So richtig fröhlich war die Stimmung zum 100. Geburtstag des SC Schwarzenbek nicht. Bei der Jubiläumsfeier am Freitag war nur der halbe Festsaal im Rathaus gefüllt, und der Ehrengast Dirk Fischer, Präsident des Hamburger Fußball-Verbandes, hatte keine Zeit, da noch ein anderer Termin in Altona wartete.

Informiert war Fischer auch nicht, sprach er doch von großem Zusammenhalt und baldigem Wiederaufbau des abgebrannten Vereinsheimes. Der Mitgliederbeschluss sagt aber etwas anderes. Der Neubau wurde abgelehnt. Es gibt 21 Jugendmannschaften im SC. Die meisten hatten nicht mit abgestimmt. Kreispräsident Meinhard Füllner bedauerte das Ergebnis: „Die Entscheidung gegen ein eigenes Zentrum ist ein ernster Vorgang. Der Verein wird zum Dienstleister reduziert, die Bereitschaft zur ehrenamtlichen Hilfe sinkt. Jeder Verein braucht seine eigene Identität“, sagte Füllner. Vorsitzender Wolfram Kubbutat nannte es eine gesellschaftliche Aufgabe, junge Menschen zu bewegen. Das Vereinsleben sei für die soziale Entwicklung sehr wichtig. „Ich hoffe, dass der Gemeinschaftsgeist siegt.“

Dass der SC Schwarzenbek (600 Mitglieder) großen Grund zu Stolz und Freude habe, machte Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig deutlich. „Ich möchte Sie ermutigen, als Team mitzuhelfen, dass der SC ein starker Verein bleibt. Die Stadt wird Sie unterstützen und fördern.“ Auf die landesweite Problematik der Mitgliederentwicklung ging der Vizepräsident des Landessportverbandes, Heinz Jacobsen, ein. In den vergangen zehn Jahren sei die Mitgliederzahl des Verbandes um zehn Prozent zurück gegangen. Starke Konkurrenz gebe es durch Fitnessclubs. Dass rund 50 Prozent der SC-Mitglieder Jugendliche seien und es die erste Herrenmannschaft in die Landesliga geschafft habe, sei ein großer Erfolg.

Mut machte die CDU-Fraktionsvorsitzende Heike Wladow: „Beschlüsse kann man auch ändern.“

Mit einer Mini-WM und einem Spiel des FC St. Paul in Schwarzenbek wurde das Jubiläum bisher gefeiert, mit den HSV-Profis und einem Oktoberfest soll es weiter gehen. Und es gibt jetzt eine eigene Hymne, deren Uraufführung die Jubiläumsgäste am Freitag erlebten: „Grün und schwarz ist unser Glück, zum SCS kehrt jeder gern zurück. . . bei uns kämpft jeder für jeden, für Dich würden wir alles geben“, schallte es aus den Boxen. Das Lied soll Mut machen, nicht aufzugeben.

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