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Lauenburg SPD Büchen: Blick auf ein besonderes Jahr
Lokales Lauenburg SPD Büchen: Blick auf ein besonderes Jahr
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20:18 18.01.2016
MdL Peter Eichstädt, Gitta Neemann-Güntner, Hartmut Werner, MdB Dr. Nina Scheer und Torsten Melsbach (v. l.) beim Neujahrsempfang der SPD in der Büchener Priesterkate. Quelle: Wolfgang Reichenbächer

Beim traditionellen Neujahrsempfang der Büchener SPD standen vor allem lokale Themen im Vordergrund, besonders die Flüchtlingsproblematik. Nach den Reden der Politiker gingen die zahlreichen Gäste zum Smalltalk, oder wie die Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer es bezeichnete, „zu bilateralen Gesprächen“, über. Begleitet wurde die Veranstaltung am Klavier von Madita Schmitz von der Kreismusikschule.

„Letztes Jahr war ein besonderes Jahr, es stand im Zeichen der Flüchtlinge und des Terrors“, eröffnete der Ortsvorsitzende Torsten Melsbach die Veranstaltung. Er mahnte, dass auch im diesem Jahr die Hilfe weiterhin nötig sei, dies aber nur funktionieren würde, wenn sich Flüchtlinge an unsere Gesetze hielten, und von deutscher Seite nicht alle Flüchtlinge gleich unter Generalverdacht gestellt werden würden. „In Büchen haben wir aber zum Glück noch keine schlechten Erfahrungen gemacht“, schloss Melsbach ab, und hoffte, dass es auch in diesem Jahr keine negativen Vorkommnisse geben werde.

Etwas mehr Lokalpolitik ließ der Fraktionsvorsitzende Hartmut Werner einfließen. Er ließ das Jahr noch einmal auf lokaler Ebene Revue passieren, und erinnerte etwa an die Bemühungen für eine dauerhafte Rettungswache in Büchen, die ärztliche Versorgung, die Schulentwicklung und das Spielplatzkonzept. Zentrales Thema für Büchen sei auch der Bahnhof, so Werner, „Uwes Mobilitätsdrehscheibe“, wie Werner scherzhaft in Hinblick auf das Engagement von Bürgermeister Uwe Möller das Vorhaben bezeichnete.

Die Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer rückte wieder die Flüchtlingsfrage in den Fokus. Dabei machte sie auch klar, dass der Koalitionspartner in Berlin nicht immer optimal handele. Einiges würde auch verhindert werden. Damit würde man vor allem dem rechten Rand wie der AfD Zulauf bescheren. „Dort wird gezielt mit der Angst gearbeitet. Als Demokraten sollten wir uns gegen die Angstmacherei wehren“, mahnte Scheer. Nach dem Krieg seien die Voraussetzungen noch viel schlechter gewesen, aber auch damals habe man die Flüchtlingswelle bewältigen können. Die Bundestagsabgeordnete ergänzte, man dürfe es mit einem „schlanken Staat“, nicht übertreiben, sonst würden Probleme durch Stellenabbau vermehrt zu Ereignissen wie in Köln führen.

„So richtig gut war das Jahr nicht“, ergänzte dann der Landtagsabgeordnete Peter Eichstädt. Er könne sich nicht erinnern, dass es bereits früher schon einmal ein Jahr mit so vielen Probleme gegeben habe. „Der IS versucht überall dort, wo sich westliche Werte etabliert haben, die Menschen wieder in das Mittelalter zurückzubomben“, so Eichstädt. Dabei sei es ihnen auch ein Dorn im Auge, wenn nach christlichen und humanitären Werten Flüchtlinge aufgenommen werden. In diesem Zusammenhang lobe Eichstädt die Anstrengungen in Schleswig-Holstein, wo in der Flüchtlingsfrage Großes geleistet werden würde.

Auf Bundesebene hoffe er aber auf eine starke SPD, die ihre Grundposition in der Koalition halten könne. „Ich glaube, wir können es schaffen, auch wenn wir in unserem Wohlstand ein Stück zurückweichen müssen“, schloss Eichstädt ab.

wre

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