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Lauenburg Salem feiert sein neues Dorf- und Tourismuszentrum
Lokales Lauenburg Salem feiert sein neues Dorf- und Tourismuszentrum
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20:10 29.06.2013
Von Matthias Wiemer
Ein Prosit auf das neue Salemer Dorf- und Tourismuszentrum. Darauf stießen gestern zur Einweihung mit einem Glas Sekt an (v. l.): Kreispräsident Meinhard Füllner, Pastor Lutz Thiele, der Vorsteher des Amtes Lauenburgische Seen Martin Fischer, der 1. stellvertretende Bürgermeister Jens Timm, Bürgermeister Herbert Schmidt und seine Frau Christiane, der DRK-Ortsvorsitzende Helmut Fransson, der Vorsitzende des Bürgervereins der nordwestmecklenburgischen Partnergemeinde Jesendorf Werner Schüler, Arch
Salem

Mit einem großen Fest weihten die Salemer gestern ihr neues Dorf- und Tourismuszentrum am Ufer des Salemer Sees ein. Der am Ende knapp über zwei Millionen Euro teuer gewordene Bau setzt einen Schlusspunkt hinter die Phase jahrelanger Unsicherheit über die zukünftige Gestaltung des Salemer Ortsmittelpunktes am Platz des ehemaligen Gasthofes Lindenhof.

Zahlreiche geladene Gäste und noch viel mehr Salemer Bürger waren in das neue Gebäude zur offiziellen Einweihungsfeier gekommen, viele hatten keinen Platz mehr gefunden und mussten stehen. Salems Bürgermeister Herbert Schmidt ließ in seiner Ansprache den Werdegang des Projekts noch einmal Revue passieren. Nach einer aufwendigen und nicht immer reibungslosen Planungs- und Durchführungsphase mit immer wieder auch kontroversen Debatten innerhalb der Gemeinde lasse sich jetzt doch ein durchweg positives Ergebnis vorweisen. Das neue Zentrum werde den Aufgaben und Ansprüchen einer Seegemeinde wie Salem durchweg gerecht. Es biete mehrere Veranstaltungsräume, beherberge eine Therapie-Praxis und ein Bistro. Dessen Küchenkapazität sei für bis zu 100 Gäste ausgelegt. Mit dem Neubau sei vor allem der lange Zeit währende Schandfleck des vor sich hin verfallenden alten Lindenhof-Gebäudes an bester Lage nunmehr Geschichte. Und in Salems guter Stube gebe es wieder eine Gastronomie.

Zudem, so Schmidt weiter, sei der Bestand der alten Lindenhofscheune gesichert. Noch in diesem Jahr werde sie dank ausreichend zusammengekommener Spendengelder saniert. Das Gebäude soll als Ausstellungs- und Veranstaltungsort genutzt werden.

Unter den zahlreichen Gästen, die Glückwünsche und kleine Geschenke überbrachten, zählte auch Kreispräsident Meinhard Füllner. Er würdigte den Mut der Gemeinde, sich zu einem Neubau entschieden zu haben und nicht vor einer gewissen Großzügigkeit bei diesem Vorhaben zurückgeschreckt zu sein. Füllner: „Öffentliche Gebäude haben einen Vorbildcharakter, und das rechtfertigt auch einen gewissen Aufwand.“ Was Salem jetzt mit diesem Dorf- und Tourismuszentrum geschaffen habe, hätte sich Füllners Einschätzung nach nicht mit einer Sanierung des vorhandenen Gebäudes realisieren lassen. Architekt Bernd Kroll übergab dem Bürgermeister einen symbolischen Schlüssel, während der örtliche Pastor Lutz Thiele einen Engel in seinem Geschenkekorb hatte. Walter Jung vom Salemer Bürgerverein freute sich, an diesem Tag noch einmal 1500 Euro als Spende für noch ausstehende Arbeiten überreichen zu können. Schließlich stand am Ende der Liste weiterer Ehrengäste der 1. stellvertretende Bürgermeister Jens Timm, der das aufopfernde Engagement des Ehepaars Schmidt während der Bauphase würdigte.

Zahlen & Fakten

2,033 Millionen Euro kostete das Gemeindezentrum.

1,211 Millionen Euro betrugen die ursprünglich veranschlagten Kosten.

610000 Euro mussten finanziert werden.

107000 Euro sind bislang an Spenden für die Wiederherrichtung der Scheune vorhanden.

Matthias Wiemer

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