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Lauenburg Salem kämpft gegen die Raser
Lokales Lauenburg Salem kämpft gegen die Raser
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18:09 08.10.2016
Toto Eggert (Dargow), Bernhard Reis (Mustin), Kerstin Warncke (Salem), Stephan Struve (Seedorf) und Herbert Schmidt (Salem, v. l.) beim Ortstermin am Vogtstemmener Weg. Quelle: Thomas Biller

Viele Verkehrsteilnehmer nutzen den gemeindeeigenen Vogtstemmener Weg als kurze Verbindung zwischen dem nördlich gelegenen Mustin und den Orten Seedorf und Sterley oder auch als Verbindung zur Autobahnauffahrt A24 bei Gudow. Landwirtschaftliche Verkehre finden sich dort ebenso wie Ausflugsgruppen auf dem Fahrrad. Für die Instandhaltung, Sicherung und Pflege des Weges ist die Gemeinde Salem verantwortlich (siehe Beistück). Um die Kosten hierfür nicht weiter ausufern zu lassen, haben Bürgermeister Herbert Schmidt und seine Gemeindevertreter im Juli beschlossen, Leitpfosten an beiden Seiten des Weges aufzustellen. Ziel ist die Lenkung der Verkehre zur Nutzung der Asphaltdecke und die Einhaltung der vorgeschriebenen 30 km/h.

 Jetzt stehen an den jeweiligen Einfahrten neu die Verkehrszeichen 208 (dem Gegenverkehr Vorrang gewähren). Einmal (südliche Richtung) mit dem roten Pfeil in Fahrtrichtung, einmal (nördliche Richtung) mit dem roten Pfeil in Gegenrichtung. „Die Leute wollen vernünftige Straßen. Denen ist egal, wer Straßenbaulastträger ist“, sagte Schmidt bei einer Ortsbegehung. Im Hinblick auf die vielen Radfahrer fügte er hinzu: „Wir wenden so auch Gefahren ab!“ Stephan Struve aus Seedorf sah sich die neue Regelung als Mitglied des Kreisvorstandes des Bauernverbandes an. „Als Anlieger und Nutzer des Weges hätte ich lieber eine Verbreiterung gehabt“, so Struve, „aber ich habe Verständnis für die Kostenlage der Gemeinde“.

Kostspielige Nebenstrecke

Nur der Vollausbau des Gemeinde-Verbindungsweges zu einer Straße mit Kreisstraßenniveau und einer Mindestbreite von 5,50m würde dem erheblich gestiegenen überörtlichen Verkehr gerecht werden. In einer ersten Ertüchtigung des Weges 2014 wurden vom Kreis 63000 Euro und von der Gemeinde 37500 Euro investiert.

Im weiteren Verlauf sollte der Vollausbau 290000 Euro kosten, wovon der Kreis 168000 Euro übernommen hätte. Der Gemeindeanteil hätte sich dann von 57000 auf 122000 Euro erhöht. Die erhöhten Kosten seien begründet mit Forderungen seitens der Unteren Naturschutzbehörde. 2016 hat Salem bereits 9000 Euro für Arbeiten an der Bankette ausgeben müssen, für die Leitpfosten fielen weitere 1600 Euro an. thobi

 ThoBi

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