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Lauenburg Sandesneben plant First-Responder-Gruppe
Lokales Lauenburg Sandesneben plant First-Responder-Gruppe
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21:18 25.09.2013
Bürgermeister Bünger schlägt einen neuen Bolzplatz vor. Quelle: Fotos: jeb

Die Feuerwehr des ländlichen Zentralortes Sandesneben erhält eine eigene Sanitäter-Gruppe, die so genannten First Responder. Das haben die Gemeindevertreter bei ihrer Sitzung am Dienstagabend einstimmig beschlossen. Bereits vor zwei Jahren habe man Gespräche mit der Wehr des Nachbarortes Wentorf geführt, um eine solche Einsatzgruppe zu gründen. Zumindest die Sandesnebener treiben diese Pläne nun voran. Für die Erstausrüstung der First Responder stellt die Gemeinde Sandesneben zunächst 3500 Euro zur Verfügung.

Ein weiteres Thema die Feuerwehr betreffend war die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges. Bürgermeister Erich Bünger (Wählergemeinschaft Sandesneben) berichtete, dass die Ausschreibung für ein neues Löschfahrzeug vom Typ HLF 20 über die Firma Kubus in Schwerin laufe. Das neue Auto soll 300 000 Euro kosten. „Wir rechnen mit einem Zuschuss aus der Feuerschutzsteuer in Höhe von 90 000 Euro“, so Bünger. Zudem erhoffe sich die Gemeinde einen Erlös aus dem Verkauf des alten Tanklöschfahrzeugs TLF 16/25.

Im Bebauungsplan 19, dem aktuellen Neubaugebiet der Gemeinde, seien 23 der 27 Grundstücke verkauft. Zwei weitere Käufer hätten einen Notar-Termin, und für die beiden letzten gebe es ebenfalls Interessenten. Die Mieteinnahmen für den am Klärwerk aufgestellten Mobilfunkmast würden 2014 von 2500 auf 3500 Euro steigen, weil ein weiterer Anbieter seine Antennen auf dem Mast montiert habe. Ungewissheit herrsche derzeit wegen des neuen Finanzausgleichsgesetzes, das die Landesregierung plante. Derzeit könne niemand sagen, wie viel Geld die Gemeinde bekomme.

Weil in der Ernte ein landwirtschaftlicher Anhänger auf einem ehemaligen Wanderweg zwischen Feld und den angrenzenden Grundstücken im Fliederweg ziemlich gestaubt habe, forderte in der Sitzung ein Anwohner per Antrag die Errichtung eines Zaunes. Das lehnten die Gemeindevertreter ab. Der Bürgermeister will dem Anwohner eine schriftliche Begründung zusenden.

Ein Dauerthema ist der Bolzplatz am Fliederweg. Immer wieder hatten sich Anwohner über Lärmbelästigung oder zerstörte Blumentöpfe durch Ballspiel beschwert. Das soll künftig ein Ende haben. Bünger: „Im Frühjahr wird auf dem Bolzplatz kein Fußball mehr gespielt!“

Bei einem Ortstermin hatten Bau- und Kulturausschuss festgestellt, dass mit einer Erhöhung des Zaunes keine Verbesserungen für die Anwohner erreicht werde. Als Übergangslösung beantragte Bünger beim Amtsvorsteher, den Schulsportplatz zu nutzen, bis die Gemeinde einen neuen Standort hergerichtet hat. Hier schlug der Bürgermeister einen Standort nahe des Klärwerks vor. Der bisherige Bolzplatz soll überplant und zum Baugrundstück werden. Mit dem Verkaufserlös könne man den neuen Bolzplatz finanzieren.

Michael Rebling von der Freien Wählergemeinschaft schlug vor, unbedingt die Jugend bei den Planungen mit einzubeziehen. Ho lger Murjahn mahnte an, dass es wichtig sei, dass das Konzept stimme. Klar sollte allen Gemeindevertretern sein, dass das Gelände für einen neuen Bolzplatz im Eigentum der Gemeinde sein müsse, so Rainer Rexin. Und da komme eben nur das vom Bürgermeister präferierte Grundstück in Frage. Das wäre eine Lösung für die Ewigkeit.

Die Diskussion über die Ansiedelung eines Kinderarztes in Sandesneben fand am Ende der Sitzung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Nähere Informationen zu diesem Thema wie zum Bolzplatz sollen auf einer Einwohnerversammlung am 8. Oktober im Lauenburger Hof geklärt werden.

Jens Burmester

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