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Lauenburg Satirisches von Bodo Klös im A. Paul Weber-Museum
Lokales Lauenburg Satirisches von Bodo Klös im A. Paul Weber-Museum
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21:19 11.09.2013
Erotische Eindrücke vermittelt der Künstler in dieser Tuschfederzeichnung mit dem Titel „Vernissage“.

Das A. Paul Weber-Museum in Ratzeburg zeigt in diesem Herbst in seiner Reihe mit hochklassigen kritischen oder satirischen Graphikern wieder einen besonderen Höhepunkt: Diesmal wird der Zeichner Bodo W. Klös, Jahrgang 1952, mit vielen seiner satirisch-moralistischen und erotischen Arbeiten in der Ausstellung „Bodo W. Klös. Radierung & Zeichnung.

Figurationen — Mappenwerke — Satire" vorgestellt. Seine Werke zeichnen sich durch Biss, Humor und Esprit aus und sind von hoher handwerklicher Meisterschaft und skurrilem Erfindungsreichtum. Sie machen Klös zu einem der interessantesten deutschen Graphiker der Gegenwart. Nur wenige Künstler können, wie er, bereits zu Lebzeiten auf ein dreibändiges Werkverzeichnis blicken. Gerne arbeitet der Künstler in Zyklen und Mappenwerken, von denen einige in der Ausstellung zu sehen sind.

Wolfgang Grätz von der Büchergilde Gutenberg schrieb über den Künstler: „Tatsächlich gehört Klös zu denjenigen, die immer noch da sind, wenn diese und jene ,Zeitgeistsau‘ durchs Dorf getrieben worden ist und deren Silhouetten längst am Horizont verblassen. Als 28-Jähriger hat er die Sicherheit eines erlernten Brotberufes aufgegeben und sich als freischaffender Künstler etabliert, dessen Kunstfertigkeit und unaufgeregte, sinnliche Handschrift ein eingetragenes Markenzeichen im Kanon der zeitgenössischen Kunst geworden ist.“

Die Ausstellung zeigt etwa 120 Werke, sie ist bis zum 3. November täglich, außer montags, von 10-13 und 14-17 Uhr geöffnet.

Biographisches
Klös lebt und arbeitet in seinem Atelier in Lich bei Gießen. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Seine Frau gründete die „edition-noir“. 1982/83 besuchte Klös die „Academie de Gravure“ im südfranzösischen Cabris bei Grasse. 1985 war er Mitbegründer der Produzentengalerie 42 Gießen. 2004 gründete er mit Jan-Paul Klös die Bessinger Handpresse, die Pressendrucke von Dagmar Zemke, Tomi Ungerer u.a. herausgibt.


Seit 1980 zeigte er seine Werke in über 100 Ausstellungen in West-Europa, Armenien und in den USA. Seit 1994 nimmt er jährlich an den Buchmessen in Frankfurt und Leipzig teil.

2010 erhielt er mit zwei französischen Grafikern die Auszeichnung der „Gesellschaft für Originalgrafik“ Paris.

LN

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