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Lauenburg Saugbagger im Einsatz: Baugruben-Aushub mit 480 PS
Lokales Lauenburg Saugbagger im Einsatz: Baugruben-Aushub mit 480 PS
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23:03 17.05.2018
Geesthacht

„Die Technik haben wir zum Schutz der Baumwurzeln so beauftragt, weil mehrere Eichen dicht an unserem Baufeld stehen und die Baumwurzeln in den Bereich, in dem wir aufgraben müssen, reichen. Außerdem hilft diese Technik auch, zwischen den vorhandenen Leitungen die Erde besser entfernen zu können", erklärt Stephan Wollschläger, Projektleiter der Stadtwerke, die dort neue Leitungen verlegen.

 

Waldemar Mierznick steuert den Saugbagger per Fernbedienung, die er umgehängt trägt. Im Boden unter der Straße Am Spakenberg stecken Baumwurzeln und Leitungen, die schonend freigelegt werden müssen. Das Tonnen schwere Spezialfahrzeug kommt im ganzen Norden zum Einsatz. FOTOS : TIMO JANN

Waldemar Mierznick steuert das 32 Tonnen schwere Fahrzeug. „Alle Funktionen lassen sich per Fernbedienung regeln. Das macht schon Spaß“, berichtet er. Der 480 PS starke Mercedes fährt sogar per Joystick ein Stück, ohne dass jemand am Steuer sitzen muss.

„Durch den Saugbagger können wir gerade im Übergang zum Spakenberg die Baugrube besser ausheben, als würden wir einen normalen Bagger nutzen oder mit der Hand arbeiten“, berichtet Jan Freudenhammer, Vorarbeiter der Firma Thomsen. „Hier liegen einfach zu viele Leitungen und Kabel“, sagt er. Zumal deren Lage oft nicht genau bekannt ist. Stephan Wollschläger: „Es gibt zwar Pläne, aber damals hat man das mit den Notizen nicht so genau genommen wie heute.“ So sind oftmals die Tiefen nicht vermerkt, in denen die Leitungen liegen, eine genutzte Hauptwasserleitung verläuft nicht so, wie erwartet.

Außerdem ist ein Kabelkanal der Telekom im Weg. „Darunter müssen wir mit unseren neuen beiden Wasserleitungen, mit Vor- und Rücklauf der Fernwärmeleitung und mit einer Gasleitung durch“, erklärt Stephan Wollschläger.

Der Rüssel des Saugbaggers zieht die Erde und sogar Steine (bis 20 Zentimeter Durchmesser und 40 Kilo Gewicht) in den zwölf Kubikmeter fassenden Bauch des Fahrzeugs – mit 75 Kilo Saugkraft, die eine Turbine mit 235 Kilowatt erzeugt. Ist der Tank voll, wird er seitlich in einen Container entleert. „Wir sind so um einiges schneller, was trotz der höheren Kosten des Saugbaggers für eine kostensparende Arbeit sorgt“, sagt Freudenhammer.

Waldemar Mierznick und seine Kollegen sind gefragt und täglich irgendwo im Norden mit dem schweren Spezialfahrzeug im Einsatz. Auf der Baustelle in Geesthachts Oberstadt muss ein etwa 15 Meter langer Abschnitt von Erde befreit werden.

 Von Timo Jann

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