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Lauenburg Schaulaufen der FDP-Kandidaten
Lokales Lauenburg Schaulaufen der FDP-Kandidaten
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12:58 10.01.2017
Sie wollen für die FDP in Land- und Bundestag ziehen (v.li.): Die Landtagskandidaten Christopher Vogt und Jan-Marcus Rossa sowie Bundestagskandidat Dr. Bernd Buchholz stellten sich beim Dreikönigstreffen den Fragen von Moderator Thomas Kuehn. Quelle: Fotos: Hm

Die FDP bittet zum Dreikönigstreffen und (fast) alle kommen nach Ratzeburg. Mehr als 100 Gäste sind am Sonntagabend im Seehof dabei gewesen, als die Freien Demokraten vor versammelter politischer Konkurrenz in das Superwahljahr starteten.

Freie Demokraten starten beim Dreikönigstreffen vor großem Publikum ins Superwahljahr.

Fünf Monate vor der Landtagswahl präsentierte sich die FDP selbstbewusst. Nach der Veranstaltung im Vorjahr, bei der sich FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki mit SPD-Pendant Ralf Stegner verbal duellierte, sei er gefragt worden, wie das noch zu toppen sei, sagte Kreisvorsitzender Christopher Vogt. „Wir haben Wolfgang Kubicki ohne Ralf Stegner und der Saal ist voll“, stellte Kreisvorsitzender Vogt erfreut fest.

Zuvor hatte Kreispräsident Meinhard Füllner (CDU) in seinem Grußwort die FDP als zuverlässigen und konstanten Partner gelobt, der für eine stabile Mehrheit gesorgt habe. Vogt wollte von einer vorab festgelegten Rolle als Juniorpartner der CDU allerdings nichts wissen. „Wir stehen für unser Programm. Die Wähler wählen keine Koalition, sondern die Partei, die ihnen am liebsten ist“, sagte Vogt.

Sein persönliches Wertebild komme dabei derzeit auch etwas durcheinander. „Wenn ich sehe, dass sich Sigmar Gabriel eine Ampelkoalition wünscht und Peter Tauber Christian Lindner auf eine unverschämte Weise beleidigt, irritiert mich das“, sagte Vogt. Die FDP tue gut daran, zu ihrem Programm zu stehen und dann zu sehen, was nach der Wahl passiere.

Deutliche Kritik äußerte Vogt an der Ausgabepolitik der Landesregierung. Diese habe das Geld aus den historisch hohen Steuereinnahmen mit vollen Händen ausgegeben, aber nur wenig investiert. „Es hilft nichts, wenn der Haushalt ausgeglichen ist, die Infrastruktur aber marode ist und die Schulen nicht vernünftig ausgestattet sind“, sagte Vogt. Er kündigte eine längst überfällige Erhöhung der Investitionsquote an.

Neben Routinier Vogt im Kreisnorden, der am 7. Mai zum dritten Mal in den Landtag einziehen will, tritt die FDP im Kreissüden mit Jan-Marcus Rossa an. Der Partner und Rechtsanwalt in der renommierten Hamburger Kanzlei Esche Schümann Commichau will sich für eine engere Verzahnung von Forschung und Wirtschaft einsetzen. „Wir müssen stärker aus Forschungsergebnissen auch Produkte entwickeln, die dann Arbeitsplätze schaffen“, sagte Rossa.

Für die Bundestagswahl schickt die FDP den Ex-Medien-Manager und Wirtschaftsjuristen Dr. Bernd Buchholz ins Rennen. Für den früheren FDP-Landtagsabgeordneten aus Ahrensburg ist es nach 2013 in Ostholstein der zweite „Angriff“ auf den Bundestag.

Landesfraktionschef Wolfgang Kubicki forderte angesichts der Debatte um mehr Sicherheit die bessere Umsetzung bereits bestehender Gesetze. Es könne nicht sein, dass ein Gefährder nicht in Abschiebehaft genommen werde, nur weil man angeblich keine Meldeadresse habe, Obdachlose nach einem kleinen Ladendiebstahl im Supermarkt jedoch inhaftiert würden.

 Holger Marohn

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