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Lauenburg Schifferbrüder spüren Aufbruchstimmung
Lokales Lauenburg Schifferbrüder spüren Aufbruchstimmung
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20:44 16.01.2017

„Ich spüre Aufbruchstimmung“, sagt Uwe Meyer, der Erste Ältermann der Lauenburger Schifferbrüderschaft von 1635. Er meint die positiven Entwicklungen, die sich in Lauenburg in Sachen Schifffahrt abzeichnen. So soll das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) neue Mitarbeiter einstellen, der Elbe-Lübeck-Kanal ausgebaut werden. „Darüber freuen wir uns sehr, das wird der Region sicher gut tun“, ist Andreas Panz, der Sprecher der Brüderschaft, überzeugt.

Tradition wird groß geschrieben – Festumzug mit „Lustiger Person“.

Ich finde es großartig, dass die

Lauenburger auch heute noch für diesen Zusammenhalt stehen.Andreas Thiede, Bürgermeister

Bei der Hauptversammlung der Schifferbrüder im Saal des „Mosaik“ am Raiffeisenweg hatte WSA-Leiterin Bettina Kalytta vom aktuellen Stand der Projekte berichtet. „Die Stellen sind ausgeschrieben, ich denke, wir werden sie im ersten Halbjahr besetzen können“, sagte die WSA-Leiterin. 20 zusätzliche Mitarbeiter soll die Behörde am Dornhorster Weg bekommen. Aufgabe der neuen Mannschaft: Den Ausbau des mittlerweile 117 Jahre alten Elbe-Lübeck-Kanals planen. Dafür stehen fast eine Milliarde Euro bereit.

Bei allen aktuellen Anliegen ist es der Schifferbrüderschaft aber auch immer wichtig, die Traditionen zu bewahren. „Das ist manchmal ein wirklicher Eiertanz“, berichtete Meyer. Drei neue Mitglieder konnten aufgenommen werden. Von den 137 Mitgliedern sind aktuell 97 Männer zahlende Mitglieder. Meyer: „Wir würden uns über weitere neue Mitglieder sehr freuen. Es wäre schön, wenn wir die lange Tradition der Brüderschaft fortführen können.“ Deren Aufgabe war es zur Zeit der Pest, Verstorbene zu Grabe zu tragen. Auch heute wird diese Aufgabe noch wahrgenommen. „Ich finde es großartig, dass die Lauenburger auch heute noch für diesen Zusammenhalt stehen“, sagte Bürgermeister Andreas Thiede. Und dabei gibt es durchaus strenge Regeln, wie auch sein Amtskollege André Feit während der Hauptversammlung erfahren musste. Er hatte bei der Eiswette die Brüderschaft als Verein bezeichnet. Und weil er das laut Meyer selbst während seines Versuchs der Rechtfertigung wiederholte, wurde er zu einer Strafzahlung von 40 Euro verknackt. Fünf Euro waren für ein neues Mitglied fällig, dass im grauen Hemd kam. Mit Jörg Borchert, Karsten Beese und Ernst-Christian Haustein gibt es drei neue Vorstände in der Brüderschaft, Andreas Schmidt ist Beisitzer.

Nach der Versammlung starteten die Mitglieder, ihre Gäste und zwei Musikzüge begleitet von zahlreichen Schaulustige zum Umzug durch Lauenburg. Vom Mosaik zum Schloss, durch die Altstadt und zurück ins Mosaik, wo bis morgens um 6 Uhr der Festball gefeiert wurde.

Timo Jann

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