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Lauenburg Schiphorst sagt "Ja" zu neuen Windenergieanlagen
Lokales Lauenburg Schiphorst sagt "Ja" zu neuen Windenergieanlagen
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10:47 08.01.2013

Die Wahlbeteilgung war hoch. Von den 481 wahlberechtigten Schiphorstern gingen immerhin 288 an die Wahlurne. 33 Bürger stimmten per Briefwahl ab. Von den 321 abgegebenen Stimmen votierten 199 für den Bau der Anlagen, 122 stimmten dagegen.

Der Bürgerentscheid wurde nötig, nachdem die Gemeindevertretung am 8. November 2011 in ihrer Sitzung beschloss, weitere Flächen für Windenergieanlagen auszuweisen. Das wollten aber nicht alle Bürger hinnehmen und so beantragten Annemarie Egge, Tochter Tamara Berg und ihr Lebensgefährte Frank Lurkat den Bürgerentscheid.

Am Sonntag stand die Frage „Sind Sie dafür, das Die Gemeindevertretung Schiphorst bei ihrtem Beschluss (vom 8.11., TOP4) bleibt und die Gemeinde weitere Flächen für Windkraftanlagen zur Verfügung stellt“ auf dem Stimmzettel. Das Ergebnis war am Ende eindeutig.

Bürgermeister Hans Burmeister freute sich: „Schön, dass die Schiphorster hinter den Entscheidungen ihrer Gemeindevertretung stehen und uns dies eindrucksvoll mit ihrer Stimme bestätigt haben.“ Burmeister hatte mit einem so eindeutigen Votum vorher nicht unbedingt gerechnet. Es sei eigentlich eine Angstpartie gewesen. Seine Befürchtung, dass nur wenige Bürger zur Wahl gehen, hatte sich glücklicherweise nicht bestätigt.

Frank Jurkat war nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses die Enttäuschung förmlich ins Gesicht geschrieben. „Wir haben den Bürgerentscheid beantragt , weil wir Windenergieanlagen ablehnen. Diese Anlagen produzieren nur Zufallsstrom und tragen nicht zur Energieversorgung bei.“ Atomkraftwerke und andere Kraftwerke würden ja bei Wind nicht heruntergefahren und die Windenergie werde ins Ausland verkauft. Von dort müsste Deutschland den Strom, dann teuer wieder zurück kaufen. „Vier Windräder stehen schon seit 10 Jahren am Rande der Gemeinde und die haben bis heute noch nicht einen Cent in die Kassen der Gemeinde gespült.“

Während viele Bürger zur Auszählung der Stimmen ins Gemeindehaus gekommen waren und jetzt das Ergebnis feierten, dachten Jurkat, der vor vier Jahren zu seiner Lebensgefährtin nach Schiphorst gezogen war, und Berg bereits über die Zukunft nach. Sie werden wohl die Gemeinde verlassen. „Mich hält hier nichts mehr, sagte Berg. Ihre Mutter, ebenfalls Initiatorin des Bürgerentscheids, wird das nicht können. Sie wird mit ihrem Mann auf dem eigenen Bauernhof bleiben.

Mit dem positiven Bescheid will die Gemeinde nun weitere vier Windräder zu den bereits vier vorhandenen Anlagen errichten lassen. Die sollen alle, so hat es der Bürgermeister versprochen, nicht höher als 100 Meter werden.

jeb

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