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Lauenburg Schiphorster Wehr hat gerade noch die Kurve gekriegt
Lokales Lauenburg Schiphorster Wehr hat gerade noch die Kurve gekriegt
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09:02 08.01.2013
Brandschutzehrenzeichen in Gold am Band für Hans F. H. Peemöller, Werner Möller und Erwin Dohrendorf durch Kreiswehrführer Michael Raddatz (v. l.).

Die Beteiligung an der diesjährigen Hauptversammlung der Schiphorster Wehr war so hoch wie selten zuvor. 30 der 36 stimmberechtigten Mitglieder waren da, dazu viele Ehrenmitglieder, und auch eine stattliche Zahl der „Freunde und Förderer“ hatten den Weg ins Gemeindehaus gefunden. Und das aus gutem Grund, hatten doch Gemeindewehrführer Dohrendorf und dessen bisheriger Vertreter Thomas Grimm bereits im Vorwege ihren Rücktritt erklärt, Dohrendorf allerdings nur mündlich. Beide waren erst vor Jahresfrist einstimmig in ihren Ämtern bestätigt worden.

Bürgermeister Hans Burmeister machte deutlich, dass er es nicht geschafft habe, Dohrendorf zu überzeugen, seine Entscheidung zu revidieren. Auch Kreiswehrführer Michael Raddatz gab zu, dass er die Tagesordnung mit Erstaunen zur Kenntnis genommen habe. Wer an diesem Abend gewählt werde, trete in sehr große Fußstapfen, so Raddatz. „Als ich von den Rücktritten erfuhr, war mein erster Gedanke, dass hier etwas nicht ganz koscher gelaufen ist“, sagte Amtswehrführer Dieter Stahmer. Die Kameradschaft sei oberstes Gebot. Man müsse miteinander sprechen, nicht übereinander. „Nur dann seid ihr eine schlagkräftige Wehr“, so Stahmer an die Mitglieder.

Nachdem Wehrführer Dohrendorf das abgelaufene Jahr mit neun Einsätzen für die Schiphorster Wehr noch einmal Revue passieren ließ und Jugendwart Udo Rundshagen über die außerordentlich gute Jugendarbeit mit inzwischen 29 Mitgliedern berichtete hatte, wurde es ernst. Vier Wahlvorschläge für das Amt des Wehrführers waren fristgerecht beim Bürgermeister eingegangen.

Ein Vorschlag lautete auf den bisherigen Vizewehrführer Thomas Grimm, drei Vorschläge lauteten auf Christof Funk. Zur Überraschung aller Anwesenden verzichteten aber beide auf eine Kandidatur. Zu diesem Zeitpunkt blieb daher Dohrendorf als amtierender Gemeindewehrführer weiter in Amt und Würden.

Für die Wahl des Vizewehrführers waren auch vier Vorschläge eingegangen. Wieder gab es drei Vorschläge für Christof Funk und einen für Michael Rundshagen, der aber sofort seinen Verzicht erklärte.

Jetzt kandidierte Funk und wurde einstimmig gewählt. Nach einer kurzen Beratung mit Amtswehrführung und Kreisbrandmeister erklärte Erwin Dohrendorf unter donnerndem Applaus der Anwesenden, dass er bereit sei, die Geschicke der Wehr weiter zu führen. Der zurückgetretene Grimm erklärte nach den Wahlen, dass Feuerwehr für ihn immer ein Ausgleich sei. Er habe nicht kandidiert, weil er dann eine Doppelbelastung und viel Konfliktpotenzial gehabt hätte. Da er aber bei seiner Arbeit sehr viel zu tun habe, wollte er das vermeiden. Grimm ist auch Mitglied einer Werksfeuerwehr in Bad Oldesloe und Mitglied der Technischen Einsatzleitung (TEL) des Kreises Herzogtum Lauenburg.

Einer freute sich an diesem Abend aber besonders. Sven Wagner wurde Feuerwehrmann des Jahres. Wehrführer Dohrendorf lobte den jungen Bäcker , der alle wichtigen Lehrgänge absolviert hat und trotz seiner außergewöhnlichen Arbeitszeiten an fast allen Übungsdiensten und Einsätzen teilgenommen hat.

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Jens Burmeister

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