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Lauenburg Schlie: „Will an vorderster Stelle mitmischen“
Lokales Lauenburg Schlie: „Will an vorderster Stelle mitmischen“
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23:36 01.02.2016
Klaus Schlie (links) und Norbert Brackmann wollen weiter in der Politik mitmischen. Quelle: Marohn, Schülermann
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Die beiden führenden CDU-Politiker im Kreis, der Bundestagsabgeordnete Norbert Brackmann und Landtagspräsident Klaus Schlie, wollen noch eine weitere Amtszeit drauflegen. Bei dem traditionellen Jahresauftaktgespräch der Kreis-CDU haben beide ihren Anspruch auf die Plätze als Direktkandidaten in den 2017 anstehenden Wahlen untermauert.

„Ich will es noch mal wissen“, sagte Schlie, derzeit Präsident des schleswig-holsteinischen Landtages. Er gehöre seit 20 Jahren der Landespolitik an und zur Führungsmannschaft der CDU auf Landesebene. „Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich an vorderster Stelle mitmischen will“, so der 61-Jährige. Er erhebe dabei keinen Anspruch auf eine bestimmte Position oder gar Regierungsposition, so der der ehemalige Innenminister. Er fühle sich außerordentlich wohl in seiner derzeitigen Position als Landtagspräsident, so Klaus Schlie. Die Entscheidung zugunsten Schlies als erneutem Direktkandidaten für den Wahlkreis 34 (Lauenburg-Nord) soll am 24. Februar in Mölln fallen.

Einen Tag später wird es in Lütau (Basedaus Gasthof) voraussichtlich zu einer Stichwahl für den Wahlkreis 35 (Lauenburg-Süd) kommen. Dort haben sich bislang Sven Minge und Andrea Tschacherer aus beworben. Die Landtagswahl ist im Mai 2017. Ebenfalls weitermachen, nur eben in Berlin, will Norbert Brackmann. „Ich bin sehr froh, dass Norbert Brackmann sich noch einmal bereit erklärt hat, zu kandidieren“, sagt Schlie. Von einer Nominierung am 24. September gehe er aus. Brackmann forderte mehr Akzeptanz von Infrastrukturprojekten bei den Bürgern, die es aber nur gebe können, wenn man auch für mehr Lärmschutz sorge. Gleichzeitig erinnerte Brackmann daran, dass die Mehrkosten dafür auch gegenfinanziert werden müssten.

„99 Prozent meiner Kollegen kneifen da, wenn gesagt werden muss, wo das Geld herkommen soll“, so Brackmann. Während im Bund derzeit 52 Prozent des gut 300 Milliarden Euro umfassenden Haushaltsvolumens für Arbeit und Soziales ausgegeben würden, stünden für Neubauprojekte bei der Infrastruktur gerade einmal 1,3 Milliarden jährlich zur Verfügung.

Auch die Kommunalwahl 2018 hat Schlie bereits im Blick. „Wir haben bereits mit den Vorbereitungen begonnen.“ Ziel sei eine stabile Mehrheit zusammen mit der FDP. „Als stärkste Fraktion wollen wir auch wieder den Kreispräsidenten und den Ersten Kreisrat stellen“, so Schlie. Ob man dann wieder Meinhard Füllner (74) als Kreispräsidenten vorschlagen würde, habe man noch nicht besprochen. Das sei aber eine „interessante Frage“, so Schlie.

LN

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