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Lauenburg Schmilau rüstet sich für „Dörfer zeigen Kunst“
Lokales Lauenburg Schmilau rüstet sich für „Dörfer zeigen Kunst“
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11:02 25.07.2016

Langsam wird es ernst. Nur noch knapp drei Wochen, Susanne Raben-Johns könnte getrost anfangen, die Tage rückwärts zu zählen. Trotzdem ist bei ihr von Aufregung keine Spur. Routiniert hakt sie Punkt für Punkt ab, hat alles im Griff. Sponsoren, Gemeinden, Künstler, dazu Workshops und ein buntes Angebot an Veranstaltungen im Rahmenprogramm – alles sorgfältig durchgeplant und eingetütet. Kann losgehen!

Etwas anders sieht es bei Eckhard Rollinger aus. Der ist Bürgermeister von Schmilau. Der schmucke Ort ist mit zwei Ausstellungsorten dabei: In der schönen St.-Lorenz-Kapelle wird Tim Adam Stahlskulpturen ausstellen, ebenso wie im Dorfgemeinschaftshaus, wo zudem Ledertaschen von Britta Hüttmann-Czechura, Edelstahl- Skulpturen von Andreas Liebelt, Malerei und Farbholzschnitte von Fritz Schade, Filzkunst von Heinke Schütt sowie Quilts und Textilkunst von Christiane Packheiser zu sehen sein werden. Das ist alles durchgeplant und nichts, was dem Bürgermeister schlaflose Nächte bereiten könnte.

Allerdings kommt seinem Ort in diesem Jahr eine besondere Ehre zuteil: In Schmilau findet am Freitag, 12. August, die zentrale Eröffnungsfeier für die 13. Ausstellungsreihe „Dörfer zeigen Kunst“ statt. Das ist für Schmilau neu, denn mit der Eröffnungsfeier wird jährlich eine andere Gemeinde betraut. Und natürlich gibt dafür jeder Ort sein Bestes. Schließlich geht es nicht nur darum, ein wunderbarer Gastgeber zu sein. Nein, das ist die perfekte Gelegenheit, die ausstellenden Künstler vorzustellen, die Ausstellung auf Zeit im Ort hervorzuheben, glänzen zu lassen.

Eckhard Rollinger hat diese Aufgabe elegant gelöst. Um die Gestaltung der Feier kümmert sich Christiane Packheiser: „Sie hält die Fäden in der Hand und ist voller Ideen.“ Das Festzelt im Garten des Dorfgemeinschaftshauses „Alte Schule“ ist bereits aufgebaut – ein wichtiger Punkt, der abgehakt ist. Für die Musik im Rahmenprogramm konnte die Gemeinde Klaus Irmscher, Sänger und Songschreiber aus Mölln gewinnen. Der ist in der Region gut bekannt und steht, wie er selbst sagt, „für skurrile Alltagsgeschichten, für temperamentvollen und einfühlsamen Vortrag, für musikalische und sprachliche Vielfalt, und fällt auf mit seiner voluminösen Stimme, dazu versiertem Gitarren- und Mandolaspiel“.

Und weil es immer schlau ist, wichtige Aufgabe in bewährte Hände zu legen, hat Michael Packheiser es übernommen, die Künstler vorzustellen. „Der Chef des Möllner Museums wird das in seiner gewohnten witzigen Weise machen“, da ist der Bürgermeister sicher.

Das Paket „Eröffnungsfest“ ist also geschnürt und auf den Weg gebracht. Und es gibt noch einen Punkt, den Susanne Raben-Johns auf ihrer Liste mit bestem Gewissen mit einem Haken versehen kann: die so beliebten Radtouren. Wie schon in den Vorjahren hat Archivar Christian Lopau zwei Touren ausgetüftelt. Eine Tour umfasst etwa 25 Kilometer und führt zu vier Ausstellungsorten, die zweite bietet fünf Orte, ist dafür aber auch mit etwa 35 Kilometern etwas länger.

„Die Touren sind auch für ungeübte Radler machbar“, versichert Christian Lopau. Er hat Strecken mit „sehr reizvollen Radwegen und wenig anderem Verkehr“ ausgesucht, „dort kann man auch mal nebeneinander radeln und sich dabei unterhalten“. Es ist auch jeweils eine etwas längere Kaffeepause eingeplant. Wer mit möchte, sollte nicht zu lange zögern: „Mehr als die Hälfte der Plätze sind jetzt schon weg“, berichtet Susanne Raben-Johns erfreut.

Warum man sich das antun soll: mühsam den Kunstgenuss radeln? Für den Zweirad-begeisterten Archivar ist das keine Frage: „Das ist eine wunderbare Kombination – schöne Landschaft mit Kunst, Geschichtlichem und Bewegung an der frischen Luft verbinden.“

Dorothea Baumm

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