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Lauenburg Schöne Damen aus Mölln werben in ganz Europa
Lokales Lauenburg Schöne Damen aus Mölln werben in ganz Europa
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20:15 08.11.2013
Mölln

Hübsch ist sie, die junge Frau, die Tamer Söyleyen da anhebt, sehr hübsch sogar. Gleich danach hebt der junge Mann eine weitere hübsche Frau in die Höhe — sie lächelt durchaus sympathisch und sieht genauso aus wie die erste. Das geht noch eine ganze Zeit so weiter. Die flotten Damen aus Mölln sind jedoch alle aus Kunststoff und werden demnächst in Geschäften irgendwo in Europa zu Werbezwecken aufgestellt. Söyleyen arbeitet in der Möllner Firma Art of Display, und die hat sich auf Werbetechnik spezialisiert.

„90 Prozent unserer Kunden kommen aus dem Bereich Kosmetik“, erläutert Seniorchef Wolfgang Brinkmann (57), der das Unternehmen seit 2004 leitet. Und wer Schönheits-Produkte anbietet, will sie natürlich in einem besonders schönen Rahmen präsentieren. Genau für diesen Rahmen sorgt Art of Display. Warenträger für Kosmetikartikel werden hier entworfen und hergestellt — so trocken könnte man die Arbeit der Firma im Süden Möllns beschreiben. Brinkmann sagt es etwas blumiger: „Vom ersten Pinselstrich bis zum fertigen Ergebnis, bei uns bekommen die Kunden ein Rundum-Glücklich-Paket.“ Ein Bummel durch die Ausstellungshalle demonstriert eindrucksvoll, was er meint.

Mit einer Handvoll Leuten fing es an, heute sind rund 180 Männer und Frauen bei den Werbetechnik-Experten beschäftigt. „Bei Großprojekten können bis zu 200 zusätzliche, flexible Mitarbeiter eingesetzt werden. Wir bieten damit die ideale Plattform für nahezu jede Auftragsgröße“, sagt der Geschäftsführer und studierte Designer, der noch weitere Expansionspläne hat und gern auch in den USA Fuß fassen möchte. Seine Firma hat dort bereits ein Verkaufsbüro eröffnet und hofft irgendwann auf ähnliche Erfolge wie in Europa. Schon jetzt ist dies eines der größten Unternehmen in Mölln mit Kunden in fast allen Ländern des Kontinents.

Allein die bebaute Fläche des Firmengrundstücks umfasst 24 000 Quadratmeter. Anders ausgedrückt: Ein Fremder kann sich in und zwischen den Hallen und Ateliers leicht verlaufen. Fremde aber dürfen viele Teile des Werksgeländes gar nicht betreten — aus guten Gründen: Was hier erdacht und gefertigt wird, soll so lange wie möglich geheim bleiben. Schließlich will jeder Kosmetik-Produzent seine Ware so schick und verführerisch an den Mann oder meist doch eher an die Frau bringen, wie es nur geht. Und dabei will man der Konkurrenz immer einen Schritt voraus sein. „Einige unserer Ideen haben wir inzwischen patentieren lassen“, betont Brinkmann.

Manche Kunden kommen mit ganz bestimmten Vorstellungen zu Art of Display, andere wiederum bitten um Vorschläge. Beides ist problemlos möglich. Vom Digitaldruck bis zur Lackiererei, vom Werkzeugbau bis zur Schlosserei — in allen Abteilungen findet man Spezialisten, die genau das liefern, was benötigt wird. Benötigt werden vor allem überzeugende Entwürfe, und für die ist zum großen Teil Bernd Krause zuständig, Kreativ-Direktor und seit elf Jahren in der Firma. „Spannend“ findet er seine Tätigkeit, weil auf ihn und sein Team „immer wieder neue Herausforderungen zukommen“. Den Kunden, so Krause, präsentiere man „filigrane, detailgenaue Minimodelle“, später dann „Eins-zu-Eins-Muster, die der Serienproduktion entsprechen“. Bei denen kommt es auf Materialauswahl und Farben ebenso an wie auf die geschickte Beleuchtung der Regale. Die meisten Kosmetik-Theken werden übrigens zweimal im Jahr umgebaut und etwa alle vier Jahre komplett erneuert. Da gibt es also immer genug zu tun.

Wolfgang Brinkmann hält viel von seinen Mitarbeitern: „Das ist unser größtes Pfund“, erklärt er. Seit einigen Jahren gehört auch sein Sohn Marcel (34) dazu, studierter Kommunikationswirt. Der kümmert sich vorrangig um die Bereiche Finanzen, Einkauf und Logistik.

Norbert Dreessen

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