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Lauenburg Schüler setzen Zeichen gegen Kindersoldaten
Lokales Lauenburg Schüler setzen Zeichen gegen Kindersoldaten
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22:09 15.02.2016
Rote Handabdrücke sollen im Schwarzenbeker Gymnasium auf das Leiden von Kindersoldaten aufmerksam machen. Quelle: hfr

Bei dieser Schulaktion wurde jedes Mitglied der Schule dazu aufgerufen, seinen roten Handabdruck auf hellem Untergrund zu hinterlassen — das Ganze unter dem Motto „Krieg ist kein Kinderspiel!“.

Innerhalb von 40 Minuten sammelten die Schüler in der Mittagspause zahlreiche Handabdrucke, die nun in der Schule als Banner aufgehängt wurden, um auf die große Problematik von Kinderarmeen aufmerksam zu machen. Weit mehr als 200 Handabdrucke haben die Schüler gesammelt. Die Abdrücke sind nun täglich in der Schule zu bestaunen.

Trotz vieler wichtiger Erfolge gibt es weltweit immer noch 250000 Kinder, die als Soldaten missbraucht werden. Die meisten der Kinder kommen nicht zu ihren Eltern zurück. Aktuelle Beispiele sind der Nahe Osten, Zentralafrika und Südamerika sowie Krisengebiete Asiens. Das Alter der Kindersoldaten, die zwangsrekrutiert werden, liegt zwischen neun und 15 Jahren.

Während ihres Einsatzes ist für die Kinder weder für Nahrung oder für genug Trinkwasser gesorgt, und falls sie wieder in ihre Heimat zurückkehren, erwartet sie dort ein verlassenes oder zerstörtes Haus. Oft ergeben sich dort auch Probleme bei der Integration in ihre Gemeinde und Komplikationen im Umgang mit möglichen Kriegsverletzungen.

Die größte Kinderarmee der Welt hat Joseph Kony, Anführer einer Rebellengruppe in Uganda, aufgestellt, der bereits seit mehr als 30 Jahren seine eigene, zentralafrikanische Armee mit Hilfe von Minderjährigen und jungen Erwachsenen aufbaut. Mehr als 66000 Kinder befanden sich in diesen 30 Jahren in seiner Gewalt.

„Schüler für Kinder und ihre Rechte“

Die Aktion zum „Red-Hand-Day“ ist bereits die zweite am Gymnasium Schwarzenbek unter dem Motto „Schüler für Kinder und ihre Rechte“. Schon am 18. Dezember fand eine Aktion von Schülern statt, die Vorträge entwickelt hatten, bei denen sie die Schüler der Orientierungsstufe des Gymnasiums über die 54 Kinderrechte aufgeklärt haben.

Bestandteil der Vorträge waren allgemeine Fragen wie „Was sind Kinderrechte?“ und „Wie steht es um Kinder und ihre Rechte weltweit?“ und eine Veranschaulichung der gesammelten Informationen am Beispiel von Vietnam und Bangladesch. Dabei haben die Gymnasiasten hauptsächlich die Themen der Textilproduktion und der Kinderarbeit behandelt.

LN

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