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Lauenburg Schulfrieden wieder herstellen
Lokales Lauenburg Schulfrieden wieder herstellen
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21:28 17.01.2019
Schulrätin Karin Thomas war der Einladung der CDU Schwarzenbek gefolgt. Links: Roman Larisch, Karsten Beckmann. Quelle: Silke Geercken
Schwarzenbek

Wie soll es in Sachen Schulen in Schwarzenbek weitergehen? Dazu hatte die CDU Schwarzenbek am Mittwoch eingeladen und gute Resonanz gefunden. Schulleiter und Elternvertreter schilderten die prekäre Situation. Ihre Bitte: Verwaltung, Schule und Politik müssen sich ganz schnell an einen Tisch setzen, um die Zukunft der Bildungslandschaft in der Europastadt nachhaltig zu gestalten und die Schulen für Eltern und Lehrer attraktiv zu machen.

Alle Schulen brauchen mehr Platz

Anlass waren der aktuelle Schulentwicklungsplan und der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, die beiden Grundschulen am Ort zusammen zu legen. Ein Beschluss, der am Wanken ist. Die betroffenen Schulleiter Andreas Hartung (Grund- und Gemeinschaftsschule Stadtmitte), Liane Maier (Verbandsschule Nordost) und Viola Hüfner (Förderzentrum Centa-Wulff), in der Schule Nordost ansässig), machten eindringlich deutlich, dass dies zu keiner befriedigenden Lösung führe und keine Klassen frei mache. Das Problem: Es gibt in den nächsten Jahren sehr viele Schüler, und in Nordost ist kein Platz mehr. Liane Maier: „Ich brauche zum nächsten Schuljahr zwei weitere Klassenräume. Das ist das vorrangige Ziel, danach sehen wir weiter.“ Maier und ihre Kollegin Viola Hüfner favorisieren einen Umzug des Förderezentrums in die leerstehende, ehemalige Realschule direkt neben der Gemeinschaftsschule an der Berliner Straße. Hüfner: „Das wäre in zwei Tagen möglich, da packen alle mit an, und wir hätten eine langfristig sinnvolle Lösung.“ Auch die Schüler der Grundschule Stadtmitte hätten dort Platz und wären dann dicht an der Gemeinschaftsschule dran, so dass Synergien möglich wären.

Lern- und Lebensort mit Familienersatz

„Sie haben ein Luxusproblem, nämlich viele Schüler“, sagte Schulrätin Karin Thomas und warnte vor kurzfristig helfenden Schritten. Schule sei Lern- und Lebensort geworden mit ganztägigen Angeboten und Familienersatz. Thomas empfahl eine schnelle Lösung des Problems. „Schwarzenbek braucht Schulfrieden, damit die Schulen Ruhe haben, ihre anspruchsvolle Arbeit fortzusetzen.“ Es gebe einen massiven Lehrermangel und es müsse ein Konsens aller Parteien her, zumal eine Schulleiterwahl an der Gemeinschaftsschule anstehe. Schulleiter Andreas Hartung appellierte: „Es müssen alle an einen Tisch, Schulleiter, Politik und Verwaltung. Das hat doch auch bei Digitalisierung gut geklappt. Wenn im Februar eine Entscheidung getroffen wird, kriegen wir das bis August hin.“

Egon Siepert (CDU) beruhigte: „Es gibt eine Tendenz für eine gemeinsame Lösung in der Politik. Und Michael Jagusch (FWS) betonte: „Die Grundschule an der Breslauer Straße muss auch mit umziehen. Die Räume reichen aus.“ In der kommenden Woche geht es mit dem Thema Zukunft Schule weiter: Der Sozial- und Kulturausschuss tagt am 22. Januar. Auf der Tagesordnung steht der Schulentwicklungsplan. Die Stadtverordnetenversammlung tritt am 14. Februar zusammen.

Zitat: Sie haben ein Luxusproblem, Karin Thomas, Schulrätin.

Silke Geercken

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