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Lauenburg Schutz vor den Gefahren der Sucht: Schüler lernen am Tablet
Lokales Lauenburg Schutz vor den Gefahren der Sucht: Schüler lernen am Tablet
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20:28 26.01.2017
Präventionsprojekt „AlcoMedia“ erstmalig in Ratzeburg: (von links) Nicola Alcaide (LSSH), Nicola von Kempen (LG), Petra Schörling (Sucht- u. Schuldenprävention), Ina Meyenburg (LG). Quelle: Fotos: Biller

Regelmäßige Projekte zur Suchtprävention sind an der Lauenburgischen Gelehrtenschule (LG) fester Bestandteil in der Schuljahresplanung. Mit Nicola von Kempen, Suchtpräventionskoordinatorin der Schule, werden für die 7. und 9. Klassen Präventionsprojekte geplant und durchgeführt. „Nach Möglichkeit“, sagt von Kempen, „sollen auch die Oberstufenschüler noch an einem Projekt teilnehmen“. Die Risiken von übermäßigem Alkohol- und Medienkonsum erkennen und dem entgegenwirken ist Ziel der Initiative „AlcoMedia – Voll das Leben!“. Entwickelt von der Landesstelle für Suchtfragen (LSSH) und in Kooperation mit der AOK NordWest sowie der Sucht- und Schuldenprävention Petra Schörling war „AlcoMedia“ erstmalig für zwei Tage an der LG zu Gast.

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Die Initiative „AlcoMedia – Voll das Leben!“ war zwei Tage zu Gast an der Lauenburgischen Gelehrtenschule in Ratzeburg.

Mobile Hilfe

Die Tablets mit der App für dieses Projekt werden für die Dauer der Veranstaltung von der LSSH gestellt. Schulen, die sich für das Präventionsprojekt „AlcoMedia - Voll das Leben!“ interessieren, können sich an die LSSH oder Petra Schörling (www.ratzeburg-sucht.de) wenden.

Rund 80 Schülerinnen und Schüler der 11. Klassen nahmen an den jeweils gut zweistündigen Veranstaltungen aktiv teil. In Zweiergruppen konnten an Tablets verschiedene Stationen durchlaufen werden. Für die jugendlichen Teilnehmer bestand während der einzelnen Stationen immer wieder die Möglichkeit, über eigene Verhaltensmuster und Erfahrungen zu berichten. Für die Teilnehmer hat die Nutzung von mobilem Internet nach eigenen Aussagen viele Vorteile. „Für ein Referat muss man heute nicht mehr in eine Bibliothek gehen“, hieß es. Oder auch: „Mit neuen Medien kann man Sachen schneller machen“. Auf die Frage, wer schon mal genervt sei, wenn Gesprächspartner immer wieder auf ihr Smartphone schauen, meldeten sich allerdings dann auch alle Teilnehmer. „Freunde haben sich über mein Verhalten schon mal kritisch geäußert. Eltern sowieso“, sagte ein Schüler.

Ina Meyenburg, stellvertretende Leiterin der LG, verschaffte sich selbst einen Eindruck vom kombinierten Präventionsprojekt. „Prävention ist uns sehr wichtig“, sagte Meyenburg, „die meisten Teilnehmer profitieren davon, dass wir den verantwortungsbewussten Umgang fördern“. In die Planung der Präventionsprojekte sei nach Ina Meyenburgs Worten auch die Schülervertretung mit einbezogen.

Die Nutzung von Smartphones im Unterricht sei zu Recherchezwecken gelegentlich in Ordnung, „aber nur auf Ansage der Lehrkraft“, so Meyenburg. Drei der 16- bis 17-jährigen Teilnehmer am Projekt zeigten sich hinterher begeistert: „Das hat sich gelohnt, wir haben definitiv neue Erkenntnisse gewonnen“, sagten sie. Und: „Das kann man weiter empfehlen!"

Thomas Biller

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