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Lauenburg Schwarzenbek: Galerie Mucha zeigt Werke Pierre Schumanns
Lokales Lauenburg Schwarzenbek: Galerie Mucha zeigt Werke Pierre Schumanns
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20:48 29.06.2017
Kunsthandwerker Alexis Haeselisch (Müssen) zeigt zum ersten Mal einen Teil seiner Werke. Die Schwarzenbeker Galeristin Dr. Melita Mucha lädt am Sonntag zur Ausstellung im Rahmen des Kultursommers am Kanal ein. Quelle: Fotos: Geercken
Schwarzenbek

Zum vierten Mal nimmt die Galerie Mucha in Schwarzenbek am „Kultursommer am Kanal“ teil. Werke des international anerkannten Bildhauers Pierre Schumann (2011 in Eutin verstorben) sind ab Sonntag, 2. Juli, im Skulpturengarten der Privatgalerie zu sehen. Die Sommerausstellung widmet sich dem Künstler anlässlich seines 100-jährigen Geburtstages.

Fest eröffnet Kultursommer – Auch heimische Kunsthandwerker stellen aus.

Sonntag Vernissage

Vernissage ist am Sonntag, 2. Juli, 14 bis 18 Uhr, in Schwarzenbek, Hamburger Straße 70. Die Ausstellung läuft bis zum 30. Juli und kann jeden Sonnabend und Sonntag von 14 bis 18 Uhr oder nach Vereinbarung besichtigt werden, Telefon 04151/2311.

„Der Bildhauer war ein Meister der Abstraktion. Er war sehr fleißig und schuf zahlreiche Figuren in Bronze, Marmor und Holz“, sagt Galeristin Dr. Melita Mucha. Der Bildhauer aus Schleswig-Holstein sei ein Meister der Reduktion gewesen. Etwa 60 Werke des lange Zeit in der Nähe von Eutin lebenden Künstlers sind derzeit im Ostholstein-Museum in Eutin zu sehen. Im Schwarzenbeker Skulpturengarten stehen 15 Werke, die Galeristin Mucha von der Erbengemeinschaft Schumanns zur Verfügung gestellt bekam.

Pierre Schumann wurde 1917 in Heide geboren und arbeitete zunächst als Steinmetz. Nach dem Zweiten Weltkrieg studierte er in Hamburg an der Hochschule für Bildende Künste und an der Kunstakademie Stuttgart. Längere Aufenthalte in Italien und Frankreich folgten – in Paris wurde aus seinem Vornamen Hans-Adolf Peter dann Pierre. 1976 kaufte Schumann die alte Schule in Sagau bei Eutin als Wohn- und Arbeitsstätte. Das ist heute ein Privathaus, es gibt aber eine öffentlich Ausstellung. Überhaupt ist Pierre Schumann durch öffentlichen Arbeiten im Norden präsent: „Zwei kämpfende Vögel“ stehen vor Schloss Gottorf, weitere Skulpturen in Eutin, Bad Schwartau, Ahrensburg, Neustadt. Schumann, der zahlreiche internationale und nationale Preise erhielt und internationale Bildhauer-Symposien organisierte, pendelte zwischen Sagau, Paris und seinem Atelier in Hamburg. Er starb 2011 in Eutin.

Neben den Werken Schumanns sind in Schwarzenbek Arbeiten von Norbert Jäger, Sorin Purcaru, Reinhard M. Sauer und Alexis Haeselich zu sehen. Für den 43-jährigen Kunsthandwerker Haeselich aus Müssen ist es die erste Ausstellung. Der gelernte Zimmermann zeigt Figuren aus Holz, die durch ihre klaren, schnörkellosen Formen bestechen. Unter anderem ist ein Werk zu sehen, das stark an die Skulptur „Le Coq“ des rumänischen Künstlers Constantin Brancusi erinnert.

„Ich freue mich auf die Gespräche mit kunstinteressierten Menschen“, sagt Galeristin Mucha. Die Ärztin und Kunstsammlerin hat sich vor sieben Jahren einen Traum erfüllt und eine kleine Privatgalerie in ihrem Haus in Schwarzenbek (der ehemaligen internistischen Praxis) eingerichtet. Zunächst war die Resonanz verhalten, die Hemmschwelle für viele Schwarzenbeker Bürger offenbar zu hoch. Aber durch diverse hochkarätige Ausstellungen, zum Beispiel mit Werken des 2015 verstorbenen Künstlers Günter Grass, hat sich das Interesse an der Schwarzenbeker Galerie auf den gesamten Kreis ausgedehnt. Aus Hamburg kommt bereits regelmäßig ein festes Publikum.

Silke Geercken

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