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Lauenburg Schwarzenbek: Noch mehr Platz für junge Mütter mit Kindern
Lokales Lauenburg Schwarzenbek: Noch mehr Platz für junge Mütter mit Kindern
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21:13 19.10.2017
Reinhard Spincke (li.), Vorstandsvorsitzender der Freien ev. Gemeinschaft Norddeutschland, und Architekt Karl-Arnim Samsz präparieren die Zeitkapsel, die bei der Grundsteinlegung eingemauert wird. Quelle: Fotos: Helm
Schwarzenbek

„Wir hatten schon fast aufgegeben“, erinnert sich Pastor Jörg Hartung. Ein Jahr lag das Projekt der Freien ev. Gemeinde Norddeutschland zwischenzeitlich sogar auf Eis. Immer wieder gab es bürokratische Hürden. Außerdem fehlte das Geld für den mit 1,5 Millionen Euro veranschlagten Bau. Finanziert wird das Mutter-Kind-Haus nicht von Steuermitteln, sondern nur von Spenden. Nicht zuletzt durch einen anonymen Wohltäter, der 50000 Euro spendierte.

Der Anfang ist gemacht. Am Montag wurde der erste Stein für das zweite Mutter-Kind-Haus gesetzt. Vorher stand in der Hamburger Straße 9a eine Zahnarztpraxis, diese musste für den Neubau allerdings weichen. Der Bauherr investiert rund 1,5 Millionen Euro.

Auf 250 Quadratmetern sollen künftig acht junge Mütter oder Väter mit ihren Kindern ein neues Zuhause finden. Dank eines Fahrstuhls ist das Gebäude auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Bis hierhin war es allerdings ein langer und steiniger Weg. „Dass wir jetzt wirklich anfangen können, ist ein tolles Gefühl”, freut sich Britta Manzke, Leiterin der Einrichtung. „Ich habe richtige Gänsehaut.” Die Idee zu dem zweiten Haus an der Hamburger Straße hatte sie gemeinsam mit Pastor Hartung. Durch ihre Arbeit wissen beide, wie stark der Bedarf an Plätzen für junge Mütter und Väter ist, die ihren Alltag mit Kind nicht allein bewältigen können. Die fünf Appartements im ersten Mutter-Kind-Haus sind ständig belegt. Auch für die neue Einrichtung gibt es schon Anfragen. Bis der Neubau fertig ist, wird es jedoch noch ein Jahr dauern. „Das Mutter-Kind-Haus wird hell und farbenfroh sein, damit seine künftige Bewohner fröhlich gestimmt werden”, verspricht Architekt Karl-Arnim Samsz. Wie es bei Grundsteinlegungen üblich ist, wurde auch bei der neuen Anlage eine Zeitkapsel eingemauert. In dem kupferfarbenen Rohr befinden sich beispielsweise eine Architektenzeichnung, ein Satz Euro-Münzen, eine Tageszeitung und eine Flagge der Stadt Schwarzenbek. Letztere hatte die Bürgermeisterin der Stadt als Geschenk mitgebracht. „Herzlichen Dank dafür, dass sie hier vielen eine Heimat geben”, lobte Ute Borchers-Seelig in ihrer Rede. „Ich verspreche Ihnen, dass sie auf meine Hilfe immer zählen können.” Nach einem Gebet wurde der Baubeginn mit drei Hammerschlägen besiegelt.

Von Anika Helm

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