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Lauenburg Schwarzenbek – ein eher sicheres Pflaster?
Lokales Lauenburg Schwarzenbek – ein eher sicheres Pflaster?
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00:00 12.10.2012
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Herzogtum Lauenburg

Schwarzenbek – Die Sicherheit der Europastadt war das einzige Thema des SPD-Stammtisches in Schröders Hotel. SPD-Ortsvorsitzender Konrad Freiberg hatte den Schwarzenbeker Polizeichef Ernst Jenner und den Geesthachter Kripochef Jürgen Alfke als Referenten geladen.Die 26 Zuhörer bekamen von Jenner einen Überblick über die Polizeizentralstation Schwarzenbek, ihre Aufgaben und die Kriminalitätsstatistik der Europastadt. Die allerdings gab nur das wieder, was bereits seit März bekannt war, nämlich die bereits veröffentlichten Zahlen aus dem Jahr 2011. Und so waren es eher alltägliche Dinge, die die wenigen Nach- oder Zwischenfragen der zumeist älteren Gäste bewegten. „Warum ist die Polizeistation in der Compestraße am Abend nicht mehr besetzt“, wollte ein älterer Zuhörer wissen. Es sei ein bestimmtes Konzept, nach dem die Schwarzenbeker Beamten ihren Dienst verrichten würden. Dazu gehöre auch die Präsenz auf der Straße und die müsse auch mit der so genannten Nachtstreife aufrecht erhalten werden, so Jenner.Immerhin sind es 35 258 Einwohner, die von den 28 Beamtinnen und Beamten und Polizeihund „Gonzo“ nicht nur in Schwarzenbek selbst, sondern auch in den 27 zum Einsatzgebiet zählenden Gemeinden in der Umgebung betreut werden. Zur Zentralstation zählen auch die kleinen Polizeistationen in Aumühle und Dassendorf.Die Bilanz in der Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2011 in Schwarzenbek liest sich gar nicht so schlecht. 1370 Fälle sind in der Statistik erfasst. Die Aufklärungsquote liegt bei 48,3 Prozent. Eigentlich stolze Zahlen, wenn man weiß, dass die Polizei am Limit arbeitet. „Alkohol- und Drogenkontrollen, Präventionsarbeit an den Schulen, Aus- und Fortbildung der Beamten, Schwerpunktdienste bei Veranstaltungen sind nur einige unserer Aufgaben, die wir neben dem regulären Dienst noch ableisten“, führte Jenner aus. Hinzu kommt, dass wir auch immer wieder Personal für die Einsatzhundertschaften zu stellen haben, wenn die Polizei wieder einmal die Welt retten muss“, Großdemos in Lübeck und Hamburg seien keine Seltenheit, sogar in Frankfurt kam ein Beamter aus Schwarzenbek zum Einsatz.Fahrraddiebstahl sei ein großes Thema, bestätigte auch Kripochef Jürgen Alfke. Doch die Täter setzten sich meist mit dem Zug ab in Richtung Hamburg und seinen dann kaum noch zu fassen. Der Schaden im Jahr 2011 belief sich allein bei dieser Deliktgruppe auf 55 000 Euro. Dabei seien die Bahnhöfe Schwarzenbek, Aumühle und Wohltorf die Orte, wo die meisten Fahrräder gestohlen würden.Am Ende der zweistündigen Veranstaltung brachte Heiner Wilhelmi aus Schwarzenbek es auf den Punkt: „Ich fühle mich in Schwarzenbek sicher. Und wenn ich sehe, wie schnell der Vergewaltiger von Grove gefasst wurde, muss man der Polizei ein großes Lob für ihre Arbeit aussprechen.“

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