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Schwarzenbek hält seit 55 Jahren die Idee von Europa hoch

Schwarzenbek Schwarzenbek hält seit 55 Jahren die Idee von Europa hoch

1961 bekam Schwarzenbek in Straßburg den Europapreis verliehen – Stadt bemüht sich bis heute um regelmäßige Kontakte zu den Bürgern der vier Verbrüderungsstädte.

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Birgit Roschlaub, Leiterin Gymnasium/Europaschule Schwarzenbek, Archivarin Dr. Anke Mührenberg, Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig, Verbrüderungssekretärin Christine Uhde – von links – zeigen die 1961 verliehene Plakette, ein Teil des Europapreises.

Quelle: Silke Geercken

Schwarzenbek. Europa hat keine Konjunktur: Das wird am Brexit und der Flüchtlingskrise deutlich. Doch die Idee eines vereinten und solidarischen Europas lebt – zum Beispiel in Schwarzenbek. Dort wurde gestern daran erinnert, dass vor genau 55 Jahren der Stadt als zweiter im Bundesgebiet (nach Offenbach) der Europapreis verliehen wurde. Als Anerkennung für die Bemühungen um Völkerverständigung, deren Motor der damalige Bürgermeister Hans Koch war.

LN-Bild

1961 bekam Schwarzenbek in Straßburg den Europapreis verliehen – Stadt bemüht sich bis heute um regelmäßige Kontakte zu den Bürgern der vier Verbrüderungsstädte.

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„Schwarzenbek hatte 1961 gerade mal 7812 Einwohner, heute sind es 16400“, sagte Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig, die in einem Pressegespräch das damalige große Ereignis in Erinnerung rufen wollte. „Ohne den damaligen Rat der Gemeinden Europas, der 1951 von 60 Bürgermeistern aus neun Ländern in Genf gegründet wurde, wäre eine Verbrüderung Schwarzenbeks mit anderen Städten nicht möglich gewesen.“ 1955 hatte der Europarat, der seinen Sitz in Paris und seit 1995 ein Büro in Brüssel hat, zur Förderung von Städtepartnerschaften den Europapreis ausgelobt. Schwarzenbek wurde am 28.

September 1961 in Straßburg dieser Preis verliehen. Grund waren die unermüdlichen Bestrebungen des damaligen Bürgermeisters Hans Koch, die Menschen der Länder Europas nach dem Zweiten Weltkrieg einander wieder näher zu bringen. Die Kontakte zu einer Stadt in Frankreich entstanden durch einen Zufall. Bei einem Theaterstück um den Amtmann Compe, das im Rahmen eines Schwarzenbeker Stadtfestes aufgeführt wurde, waren auch Franzosen im Publikum, Gäste der Firma Fette. Die waren so begeistert, dass sie eine Städtepartnerschaft anregten. Hans Koch, der ein ausgesprochen rühriger Bürgermeister war und die Menschen begeistern konnte, ließ sich nicht lange bitte und brachte den Stein ins Rollen.

Aber auch die heutige Stadtverwaltung bemüht sich um europäische Kontakte zu den Verbrüderungsstädten. Dieses Jahr gab es eine Jugendbegegnung in Sierre (Schweiz), zwei junge Leute wurden für je zwei Wochen nach Aubenas (Frankreich) und Sierre vermittelt, im vergangenen Jahr war Schwarzenbek grandioser Gastgeber des Großen Verbrüderungstreffen, das 2017 in Zelzate (Belgien) stattfindet. Bereits seit 1996 darf sich das Gymnasium Europaschule nennen. Die Schule bemüht sich um interkulturelle Wissensvermittlung. Es gibt bilinguale Klassen, englische Theatergruppen, Spanisch in der Oberstufe, Gastschüler aus Europa, Projektfahrten, darüber hinaus Vorträge mit Diplomaten, ein Klassenaustausch mit Sierre sowie die Teilnahme am europäischen Kunst-Wettbewerb.

16 Städte ausgezeichnet

Der Europapreis wurde am 28. September 1961 in Straßburg an die Stadt Schwarzenbek verliehen. Es folgten die Verbrüderungsstädte Aubenas (1963), Sierre (1970), Zelzate (1972), Cesenatico (1974) und Delfzijl (1992). Es gibt vier Auszeichnungsstufen, wobei der Europapreis die höchste ist. Da Delfzijl inzwischen aus dem Verbrüderungsring ausgeschieden ist, sind die übrigen Städte derzeit auf der Suche nach einem neuen Partner, vielleicht auch aus Osteuropa.

Heute gibt es 16 Städte im Bundesgebiet, die mit diesem Preis ausgezeichnet wurden. Im Rat der Gemeinden Europas gibt es 26000 Städtepartnerschaften, davon 2200 zwischen Deutschland und Frankreich.

Silke Geercken

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