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Lauenburg Schwarzenbek holt die „Weber Rescue Days“
Lokales Lauenburg Schwarzenbek holt die „Weber Rescue Days“
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10:11 19.05.2016
Bei den „Weber Rescue Days“ treffen sich etwa 800 internationale Feuerwehrleute, um moderne Rettungstechniken zu trainieren. Quelle: Fotos: Timo Jann

 „Wir werden etwa 120 Schrottautos, 30 Nullserienfahrzeuge, zwölf Lastwagen und einen Bus für die praktische Ausbildung zur Verfügung haben“, erklärt Reiner Stuber von der Firma Weber. Das Unternehmen aus Güglingen ist der führende Hersteller für die hydraulischen Rettungsgeräte der Feuerwehren, mit denen nach Verkehrsunfällen Unfallopfer aus den Autos gerettet werden. 2015 waren die „Rescue Days“ in Berlin.

 

Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig freut sich über die Ausrichtung der „Weber Rescue Days“ in Schwarzenbek, die sie mit Jan Piossek, Reiner Stuber, Andreas Conz und Thorsten Bettin (v.l.) verabredet hat.

Bei Unfällen im Einsatz

Über hydraulische Rettungsgeräte verfügen zahlreiche Feuerwehren. Die Geräte werden meistens nach Verkehrsunfällen eingesetzt. Es handelt sich dabei um Scheren, mit denen Autodächer abgeschnitten werden können, Spreizer, die verformte Autotüren aufdrücken können, und Zylinder, mit denen verzogener Stahl geweitet werden kann.

Feuerwehrchef Thorsten Bettin und Zugführer Jan Piossek hatten bereits selbst einmal an den „Rescue Days“ teilgenommen und die Idee entwickelt, das Spektakel nach Schwarzenbek zu holen. Mit Erfolg.

„Wir standen auch mit Dresden und Rostock in Gesprächen, aber Schwarzenbek konnte sich durchsetzen, weil die zugesagte Unterstützung hier auch von Seiten der Stadt einfach erstklassig ist“, berichtet Stuber. Außerdem hatte sich Kai Semmelhack vom Feuerwehrausrüster CB König für Schwarzenbek als Austragungsort eingesetzt. „Das wird eine Wahnsinns-Herausforderung, aber ich bin auch sehr gespannt, denn das ist eine tolle Sache für die Feuerwehr“, sagt Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig.

Im Oktober 2017 soll das Event während der Herbstferien über die Bühne gehen, weil dann die Schule und die Sporthallen sowie das Freigelände an der Buschkoppel genutzt werden können. Stuber: „Neben der praktischen Ausbildung an den Fahrzeugen sind auch ein Einsatzleiter-Symposium und Fachvorträge sowie eine Ausstellung Bestandteil der 'Rescue Days'.“ Weber erwartet 800 Teilnehmer aus weiten Teilen Europas. Sie alle wollen von den Ausbildern aus Deutschland, den USA, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Slowenien und Frankreich die neuesten Rettungstechniken lernen und gleich praktisch umsetzen. Und dabei wird der ganze Schrott produziert.

„Vor allem die Arbeit mit den Rettungsgeräten an nagelneuen Nullserienfahrzeugen der großen deutschen Automobilhersteller sind immer sehr gefragt, denn an solche Fahrzeuge kommt man im Rahmen der normalen Ausbildung nicht ran“, sagt Stuber. Am Freitag und Sonnabend können jeweils 24 Gruppen acht verschiedene Stationen absolvieren. Der Sonntag wird dann der öffentliche Zuschauertag, an dem sich die Bürger ansehen können, was die Hilfsorganisationen im Ernstfall leisten können.

„Ich bin sehr stolz, dass wir dieses Spektakel mit unseren Partnern von Weber ausrichten dürfen“, berichtet Bettin. Er schätzt, dass etwa 80 bis 100 Helfer pro Tag erforderlich sein werden, um den reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Bettin: „Wir stehen bereits mit den Feuerwehren aus der Region, dem DRK und der Polizei in Gesprächen und uns wurde schon Unterstützung signalisiert.“ Vorteil für die Helfer: Während offizielle Teilnehmer etwa 600 Euro für zwei Tage bezahlen müssen, nehmen die Helfer an den Stationen die Informationen der Ausbilder quasi neben bei mit auf. „Was bei den 'Rescue Days' gezeigt wird, ist ja nicht 08/15, da geht es immer um besondere Situationen“, sagt Piossek.

 Timo Jann

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