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Lauenburg Schwarzenbek packt den Klimaschutz an
Lokales Lauenburg Schwarzenbek packt den Klimaschutz an
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19:15 18.02.2016

Zwei Klimaschutzkonferenzen hat es bisher in Schwarzenbek gegeben mit etwa 30 Teilnehmern, darunter auch die Bürgermeisterin. Ziel der Treffen sind neben Bewusstseinsbildung das Zusammentragen von Ideen, um den Ausstoß der Emissionen zu verringern sowie die Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes. Das nämlich ist Voraussetzung, um mit Fördergeldern einen Klimaschutzmanager einstellen zu können.

Schwarzenbek hat ein durchaus ambitioniertes Ziel: Bis 2030 sollen die schädlichen Emissionen um ein Drittel gegenüber 1990 gesenkt werden. Zu den Bürgern, die sich in den Konferenzen den Kopf darüber zerbrechen, wie der einzelne Haushalt dazu beitragen kann, die CO2-Bilanz in Schwarzenbek zu verbessern, gehören Ralph Urban und Klaus Euteneuer-Treptow. Der Neurologe und der Veranstaltungsmanager für Gesundheitsthemen in einem Hamburger Sportverband, haben sich einst in der gegen Fracking gegründeten Bürgerinitiative getroffen. Da dieses Thema inzwischen nicht mehr so akut ist, sehen beide in der Arbeit für Klimaschutz eine sinnvolle Fortsetzung ihres Engagement zugunsten der Umwelt. „Es ist mir wegen meiner Kinder und Enkel ein persönliches Anliegen, aber ich habe auch Spaß daran, mich mit Fragen zum Thema Energie auseinander zu setzen“, sagt Euteneuer-Treptow. Und der Arzt Ralph Urban ergänzt: „Ich möchte etwas gegen dieses Ohnmachtsgefühl tun. Jeder weiß, dass die fossilen Ressourcen endlich sind.“ Der Klimawandel sei deutlich zu spüren. Das warme Wetter Weihnachten 2015 sei eben nicht harmlos und kein Grund zur Freude gewesen. „Neun der zehn heißesten Jahre seit 1880 gab es seit dem Jahr 2000. Es ist erwiesen, dass der Klimawandel durch die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas verursacht wird.“ Das Klimaschutzabkommen von Paris sei ein Hoffnungsschimmer, weil es die Erd- erwärmung auf 1,5 bis 2 Grad begrenzen wolle, aber es sei vor allem auch ein Auftrag zum Handeln.

Bei den Konferenzen in Schwarzenbek seien etwa 40 Ideen zusammen getragen und in Workshops präzisiert worden. Zu den Ideen in den Bereichen Mobilitätswende, Energieeffizienz rund ums Haus und Wirtschaft gehörten zum Beispiel Bike & Ride, Ladestationen für E-Bikes am Bahnhof, eine neutrale Energieberatung vor Ort oder eine Energie-Genossenschaft für die Bürger. „Wir möchten die Menschen sensibilisieren“, sagt Urban. Die dritte Klimakonferenz ist im Mai geplant, aber alle Bürger haben schon vorher die Möglichkeit, etwas für Schwarzenbek zu tun.

Die Klimaschützer treffen sich jeden zweiten Mittwoch im Monat um 18 Uhr im Rathaus, Zimmer 415.

Silke Geercken

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