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Lauenburg Schwarzenbek will Träger für seine Galerie suchen
Lokales Lauenburg Schwarzenbek will Träger für seine Galerie suchen
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20:31 05.11.2013
Schwarzenbek

Fast wäre die Zukunft des Schwarzenbeker Amtsrichterhauses ein weiteres Mal verschoben worden. Am Ende gab es doch eine Beschlussempfehlung im Kultur- und Sozialausschuss am Montag: Für die Kulturstätte soll nun intensiv nach einem Träger gesucht werden.

Die Verwaltung hatte gute Vorarbeit geleistet. Dafür gab es viel Lob seitens der Ausschussmitglieder. Die Mitarbeiter Kathrin Kipke und Norbert Lütjens trugen das Konzept für die künftige Kulturarbeit im Amtsrichterhaus vor. Darin ging es um die grundsätzliche Entscheidung, wie die Kulturarbeit in Schwarzenbek künftig aufgestellt sein wird. Zwei Modelle standen zur Wahl: Eigenregie und Trägerschaft. „So eine Vorlage wünsche ich mir öfter. Das ist eine gute Basis für die Diskussion“, sagte Bürgervorsteher Konrad Freiberg, der als Gast an der Sitzung teilnahm. Obwohl sich die Mitglieder eigentlich einig waren, dass die jährlichen Aufwendungen für Eigenregie der Stadt (90 200 Euro) gegenüber Trägerschaft (26 700 Euro) zu hoch waren, rieten die Stadtverordneten Heike Wladow und Gerd Moldenhauer, die auch als Gäste an der Ausschusssitzung teilnahmen, beide Modelle nebeneinander nochmals prüfen zu lassen. Wladow sprach von „weitreichender Entscheidung“, Moldenhauer wollte den Beschluss „nicht übers Knie brechen“. Da aber regte sich Widerstand im Ausschuss. „Ich möchte heute einen Schritt weiter kommen“, sagte der Vorsitzende Eberhard Schröder. Schließlich einigte sich der Ausschuss mit fünf zu drei Stimmen, das Modell Trägerschaft weiter zu verfolgen und der Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung zu empfehlen.

Kipke und Lütjens hatten zuvor die Ziele deutlich gemacht. So soll das Amtsrichterhaus ein Treffpunkt für alle Bürger werden, mit niedrigschwelligem Angebot und zwei herausragenden Veranstaltungen im Jahr. Dabei sollen auch engagierte Bürger stärker eingebunden werden, um eine höhere Identifikation mit dem bisher meist als Galerie für eine kleine Klientel genutzten Haus zu erreichen.

Auch hinsichtlich der Kita-Planung gab es eine Empfehlung des Ausschusses. Nachdem der Kreis fehlende Krippen- und Kitaplätze angemahnt hat, will die Stadt bis August 2014 weitere Plätze für Kinder von einem bis sechs Jahre zur Verfügung stellen. „Es geht nicht darum, ob wir Plätze schaffen, sondern wie“, sagte Rathaus-Sprecher Björn Warmer. Der Tagesordnungspunkt war wegen vertraglicher Vorverhandlungen im nichtöffentlichen Teil der Sitzung behandelt worden. Wie Warmer gestern auf Anfrage mitteilte, sollen die fehlenden Plätze bis zum nächsten Sommer abgedeckt werden. Im Pavillon und im erste Trakt der ehemaligen Realschule sollen einige Plätze angeboten oder vorhandene Kitas erweitert werden. Dabei geht es um 20 Krippenplätze, 20 Regelplätze und 15 Hortplätze.

Ein Beschluss dazu wird in der Stadtverordnetenversammlung am 26. November erwartet.

Einst Sitz des Richters
Das Amtsrichterhaus, einst Sitz des damaligen Amtsrichters, ging 1982 in das Eigentum der Stadt Schwarzenbek über. Nach umfangreicher Sanierung wurde es seit 1988 als kulturelles Zentrum genutzt. Zurzeit steht es die meiste Zeit im Jahr leer.

Der bauliche Zustand des Amtsrichterhauses ist gut, lediglich ein Tragbalken müsste ausgetauscht werden. Darüber hinaus sollten laut städtischem Konzept eine zeitgemäße Küchenausstattung und eine multimediale Ausstattung angeschafft sowie die Toilettenanlagen umgestaltet werden.

Silke Geercken

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