Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg Schwarzenbeker Polizei schnappt Diebesquartett
Lokales Lauenburg Schwarzenbeker Polizei schnappt Diebesquartett
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:38 11.08.2017
Anzeige
Schwarzenbek

Darauf hatte die Polizei in Hamburg lange gewartet: Die Ermittlungen des Schwarzenbeker Polizeireviers spülten dem Landeskriminalamt (

Eser Avci mit dem Satz Porsche-Räder, die er nach dem Diebstahl im Internet entdeckt hatte. Quelle: Foto: Timo Jann

Keine Kripo

Das Schwarzenbeker Polizeirevier ist das einzige Revier im Bereich der Polizeidirektion Ratzeburg, das ohne Kripo im eigenen Haus arbeitet.

Die Ermittlungen bei zahlreichen Delikten werden von der Schutzpolizei geleitet, bei größeren Straftaten kommt die Geesthachter Kripo hinzu.

Der Schutzpolizei ist hier ein großer Schlag gegen eine organisierte Bande gelungen.

LKA) der Hansestadt eine professionelle Diebesbande in die Arme. Mit Geschick hatten Schwarzenbeks Fahnder die Gruppe auffliegen lassen, nachdem diese beim Autohaus Lupuspark am Hans-Koch-Ring eine ganze Transporterladung hochwertiger Reifen samt Felgen für Fahrzeuge der Marken Porsche, Ferrari, Mustang und Mercedes gestohlen hatten.

„Ich habe nach dem Diebstahl gleich im Internet recherchiert und bin dann auf einen Satz markanter Porsche-Felgen mit breiten Winterreifen gestoßen, die eigentlich in unser Lager gehört hätten“, berichtet Eser Avci, Mitarbeiter des Schwarzenbeker Autohauses. Daraufhin gab er Daniel Stephan, dem Leiter des Ermittlungsdienstes des Schwarzenbeker Polizeireviers, einen Hinweis.

Stephan: „Ich habe über das Onlineportal zu dem Anbieter Kontakt aufgenommen und mich als Kaufinteressent ausgegeben.“ Zur Übergabe der vier Räder in einer Werkstatt in Hamburg-Rahlstedt rückte dann nicht nur der Polizeihauptkommissar an, er hatte Verstärkung dabei, auch vom LKA.

In der Werkstatt fanden die Fahnder fast alle der 70 im Lupuspark gestohlenen Kompletträder, deren Wert die Polizei mit 10000 Euro angibt. „Der Werkstatt-Besitzer konnte uns aber glaubhaft versichern, dass er sie nicht gestohlen, sondern selbst angekauft hatte“, sagt Stephan. Der 35-Jährige gab einen Hinweis auf einen Mann, der sie ihm angeboten hatte. So kamen die Beamten durch intensive Nachforschungen vier 31, 23, 50 und 23 Jahre alten Hamburgern auf die Schliche. Ein Quartett, nach dem die Hamburger Polizei schon lange suchte. „Die Männer sind bereits einschlägig bekannt“, sagt Stephan. Sie waren mit ähnlichen Einbruchstaten in Erscheinung getreten. Jetzt müssen die vier Männer sich wegen schweren Bandendiebstahls verantworten. Gegen den 35-jährigen Rahlstedter Werkstattbesitzer laufen zudem Ermittlungen wegen Hehlerei.

Die Diebe hatten von einem Nachbargrundstück des Autohauses am Hans-Koch- Ring den massiven Zaun aufgeschnitten und dann zwei Lagercontainer aufgebrochen, in denen die Räder der Firmenfahrzeuge und von Kundenautos gelagert wurden. Die Täter rollten die Reifen nach Erkenntnissen der Polizei einzeln zum Gewerbeweg und luden sie dort in ihren Transporter. „Ein enormer Aufwand“, sagt Stephan.

Die Tat ereignete sich in der Nacht zum Sonntag, 9. Juli, bereits tagsüber wechselte die Beute in Hamburg dann den Besitzer. Der setzte die ersten Räder schon am Abend ins Internet und bot so die Chance, den Fall rasch aufzuklären.

„Die Freude über den Ermittlungserfolg der Polizei ist groß. Es wäre ein Höllen-Aufwand gewesen, das mit den Versicherungen zu klären. Viel Hoffnungen hatte ich eigentlich nicht“, sagt Autohaus-Chef Frank Kuschel, der die Räder mittlerweile zurückerhalten hat. „Außerdem können wir wieder entspannter schlafen“, ergänzt seine Frau Silvana.

Eser Avci freut sich über seinen guten Riecher, den er mit seinen eigenen Recherchen im Internet bewies. Daniel Stephan bilanziert zufrieden:„Hier hat einfach alles gut geklappt.“

Timo Jann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Amt Hohe Elbgeest tritt am 15. August als weitere Kommune in Schleswig-Holstein dem 115-Verbund bei.

11.08.2017

Behörden nehmen Anlage der KK Güster ab – Traditionelle Fahrradtour im Regen.

11.08.2017

Förderverein hat neuen Flyer herausgebracht – Dr. Christel Happach-Kasan hat ihn entwickelt.

11.08.2017
Anzeige