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Lauenburg Schwarzenbeker erlebten Feuerwerk der Literatur
Lokales Lauenburg Schwarzenbeker erlebten Feuerwerk der Literatur
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22:25 25.10.2013
Eine Kulisse wie geschaffen für den Literaturherbst: Zwischen Büchern las Frank Ruppert aus dem Roman von Jonas Jonasson. Quelle: Grombein

Der Literaturherbst 2013 in Schwarzenbek geht heute zu Ende. Eine Woche lang bot der Bürgerverein ein Feuerwerk literarischer Veranstaltungen in der Europastadt. Für viel Vergnügen sorgten die Rechtsanwälte Joachim Vilmar und Peter Stimper mit ihren Beiträgen in der Kanzlei, aber neben einigen Schwarzenbekern gab es auch prominente Vorleser wie den Möllner Humoristen Detlef Romey. Die LN besuchten die Vorleser Romey und Bürgermeister Frank Ruppert.

„Ich nehme das Leben grundsätzlich aufs Korn“, sagt Komiker und Autor Detlef Romey am Mittwoch. Es mache ihn glücklich, wenn er Leute durch seinen Humor zum Lachen bringen könne. Dieses Anliegen war ihm bei seiner Lesung in der Kreissparkasse gelungen: Das Publikum amüsierte sich prächtig. Vor allem seine Novelle „Gin Tonic und Maxim“ entlockte den rund 30 Gästen herzliche Lacher.

In der Geschichte geht es um das älteste Orchester der Welt, in dem auch Johannes Heesters singt. Mit seiner humoristischen Auseinandersetzung mit dem Thema Alter kam Romey bei dem Publikum, das im Schnitt über 50 Jahre alt war, gut an. Das Multitalent, das neben Schauspielerei und Schreiben auch singt, hat selbst keine Probleme mit dem Älter werden: „Viele haben Angst davor. Ich nicht, ich möchte sehr alt werden“, sagt der 51-Jährige. Nach der Novelle wurde es politisch: Romey las seine Gedichte über Günter Grass und Marcel Reich-Ranicki. Auch eine Geschichte zu Ehren der „Kreischsparkasse“, wie der Humorist sie taufte, gab es. In der Geschichte „Rot“, die Farbe der Kreissparkasse, macht sich Romey über das moderne Kunstverständnis lustig. Er hatte sie sogar extra auf rotem Papier gedruckt. Ein Höhepunkt war der gemeinsam mit Jens Rahn von der Kreissparkasse gelesene Dialog zwischen Nasreddin Hodscha und Till Eulenspiel. Der Eulenspiegel durfte auch an diesem Abend nicht fehlen, schließlich trifft der gebürtige Möllner Romey in seiner Rolle als Herzog Albrecht der Gute öfter auf den Möllner Narren. Detlef Romey beendete den Abend mit der „Bundestagsrede“

von Loriot. „Das war alles ganz toll. Wir haben viel gelacht“, sagt Gabriele Lambrecht (66) nach dem Abend ganz begeistert.

Am Donnerstag lauschten an Literatur interessierte Menschen in der Europastadt ihrem Bürgermeister Frank Ruppert. Er las aus dem Buch „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“

von Jonas Jonasson. Auch wenn es hier und da Versprecher gab, so merkte man dem Verwaltungchef den Spaß am Roman an. Sein Lachen übertrug sich auf die etwa 25 Zuhörer in der Stadtbibliothek.

Heute Abschlussfest
Heute ab 19.30 Uhr läuft der Abschlussabend des Literaturherbstes 2013 in Schwarzenbek.


Der Bürgerverein lädt zu Musik, kulinarischen Genüssen und kleinen Sketchen in das Hotel-Restaurant „Alte Meierei“ ein.

A. Röder und F. Grombein

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