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Lauenburg Schwarzenbeks Archiv taucht ins digitale Zeitalter ein
Lokales Lauenburg Schwarzenbeks Archiv taucht ins digitale Zeitalter ein
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20:31 23.05.2016
Archivarin Dr. Anke Mührenberg im Schwarzenbeker Archiv. Hier ist es ziemlich eng, aber für einen Umzug sind zurzeit keine Mittel vorhanden. Einst war die ehemalige Realschule als neuer Standort vorgesehen. Jetzt wurde sie für Flüchtlinge saniert – und steht leer. Quelle: ge

Geschichte hat Konjunktur, sagt Archivarin Dr. Anke Mührenberg und verweist auf die vielen Nachfragen in den Archiven der Archivgemeinschaft Schwarzenbek. Und Geschichte brauche Platz. Während es in Schwarzenbek und Lauenburg schon ziemlich eng ist für die Akten und Nachlässe, bietet das Amt Hohe Elbgeest mit dem Archiv-Umzug in den ehemaligen Rewe-Markt in Dassendorf bald 120 Quadratmeter. Und mit der geplanten Digitalisierung der Akten wird es für alle Interessierten bequem von zu Hause aus möglich sein, auf Spurensuche zu gehen.

725 Jahre Schwarzenbek

Einen Vortrag zur Geschichte Schwarzenbeks hält Dr. Anke Mührenberg an diesem Donnerstag ab 19 Uhr im Amtsrichterhaus. Thema: 725 Jahre Schwarzenbek – Das Ortsbild im Wandel I. Ein zweiter Teil folgt am 26. September.

Die Archivgemeinschaft, 1985 gegründet, gilt bundesweit als Vorzeigemodell. Schwarzenbek, Lauenburg, Wentorf/Hbg und das Amt Hohe Elbgeest werden von Archivarin Mührenberg betreut. Die Mitgliedschaft der Stadt Geesthacht ruht bis 2017. Die Archivarin erhofft sich noch mehr Abgaben aus der Bevölkerung. „Fotos und Tagebücher sagen viel über ihre Zeit aus. Uns fehlen private Nachlässe aus dem Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts.“ Ein gutes Beispiel: Gerade habe die Tochter des verstorbenen Schwarzenbekers Karl-Ludwig Tiedemann, der viele Jahre Schützenoberst war, einen Karton mit Fotos aus seinem Leben gebracht. „Ich freue mich über jedes Angebot, der Bürger muss kein öffentliches Amt gehabt haben“, betont Mührenberg.

Das Archiv der Stadt Schwarzenbek befindet sich im Keller des Rathauses. Dort ist es sehr eng,die Regale stehen dicht beieinander, lassen gerade mal Platz zum Durchgehen. Wer Einsicht in Akten, Pläne oder andere Unterlagennehmen möchte, findet zwecks Einsicht eine kleine Ecke im Büro der Archivarin. Allerdings muss Mührenberg die Archivalien zuvor aus dem Keller geholt haben, um sie den Besuchern präsentieren zu können. Deshalb freut sie sich auf die Digitalisierung der Unterlagen, zunächst der Fotos, dann der Pläne – noch in diesem Jahr soll damit begonnen werden. Auch die so genannten „Personenstandsunterlagen“ – Geburten, Hochzeiten – sollen digitalisiert werden. Seit 1876 wurden diese Ereignisse in Schwarzenbek festgehalten.

Die Firma Ancestry, ein amerikanisches Unternehmen mit Sitz in München, übernimmt die Digitalisierung kostenlos und wird sie dann ins Internet stellen. Wer Daten für die Familienchronik sucht, kann dann bequem von zu Hause aus recherchieren – weltweit. Bisherigen Anfragen erreichten die Archivarin aus allen Teil der Welt: Europa, französische Karibik, Skandinavien, USA oder Südafrika.

imMührenberg erhält regelmäßig Anfragen ausgewanderter Bürger, die im Schwarzenbeker Archiv auf Spurensuche gehen.

Silke Geercken

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