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Lauenburg Schwarzenbeks Feuerwehr geht guten Zeiten entgegen
Lokales Lauenburg Schwarzenbeks Feuerwehr geht guten Zeiten entgegen
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21:07 02.01.2018
Schwarzenbeks Feuerwehrleute waren 2017 bei insgesamt 279 Einsätzen gefordert, darunter waren ungewöhnlich viele Brände. Quelle: Fotos: Timo Jann
Schwarzenbek

„Politik und Verwaltung haben erkannt, dass etwas passieren muss, damit die Feuerwehr in der wachsenden Stadt ihre Schlagkraft behält“, erklärt Thorsten Bettin. Im vergangenen Jahr gab es mit 279 Einsätzen einen neuen Rekord – ausschließlich durch ehrenamtliche Arbeit bewältigt. Zum Vergleich: Geesthacht hat knapp 60 mehr, Lauenburg 90 weniger.

Thorsten Bettin leitet die Schwarzenbeker Wehr.

Bürde Bürokratie

Sorgen bereitet Feuerwehrchef Thorsten Bettin die zunehmende Bürokratie. So fehlt seit Jahren auf Landesebene eine Mustersatzung, was es in Einzelfällen schwierig macht, Formalien abzuklären. Außerdem müssen künftig einmal jährlich alle Fahrzeuge zu einem Sicherheitscheck des Aufbaus. „Das ist zwar sinnvoll, bedeutet aber auch wieder einen zusätzlichen Aufwand.“

tja

„Das vergangene Jahr hat uns ordentlich gefordert“, zieht der Feuerwehrchef Bilanz. 68 Menschen konnten aus Notlagen gerettet werden. Zahlreiche Brandstiftungen und zwei Stürme sorgten für ungewöhnlich viel Arbeit. Und dann haben Schwarzenbeks Retter noch die RescueDays, die weltweit größte Ausbildungsveranstaltung für Feuerwehrleute, organisiert. „Das war ein einmaliges Spektakel, mit dem wir einen guten Eindruck in der Szene hinterlassen und selbst sehr umfangreich vom Wissen der 100 internationalen Ausbilder profitiert haben“, sagt Bettin.

Allein an Neujahr mussten die Feuerwehrleute zu fünf Einsätzen ausrücken. Der Trend scheint sich also fortzusetzen. Weil der Feuerwehrbedarfsplan für Schwarzenbek durch Einwohnerzahl, ansässige Betriebe und Infrastruktur höhere Forderungen an die Ausstattung setzt, sollen zwei Tanklöschfahrzeuge (sechs und drei Mann Besatzung, 22 und 36 Jahre alt) durch zwei moderne Löschgruppenfahrzeuge (jeweils neun Mann Besatzung) ersetzt werden. Bettin: „Ein erstes neues Fahrzeug erwarten wir zum Ende des ersten Halbjahres, ein zweites dann 2019.“

Das bedingt eine Erweiterung des Gerätehauses. „Die Planung haben die Stadtverordneten noch 2017 beschlossen, wir hoffen auf Fertigstellung in 2020.“ Dann sollen auch die Jugendfeuerwehr und die geplante Kinderabteilung Platz bekommen. Im ersten Quartal sollen alle Retter der Stadt mit neuer Schutzkleidung ausgerüstet werden. „Dann sind wir erstmals seit Jahren alle auf einem Stand und wir konnten dank der Unterstützung der Stadt sogar ein Modell mit der höchsten zurzeit angebotenen Schutzwirkung beschaffen“, betont der Feuerwehrchef.

Timo Jann

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