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Lauenburg Schwer kranke Ratzeburgerin: „Endlich eine Pflegestufe“
Lokales Lauenburg Schwer kranke Ratzeburgerin: „Endlich eine Pflegestufe“
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22:19 04.07.2013
Von Martin Stein
Jessica Michl (rechts) umarmt ihren dankbaren Schützling Gisela Meyer. Die fast erblindete und unter schweren Krankheiten leidende Ratzeburgerin hat eine Pflegestufe erhalten. Quelle: Foto: Martin Stein
Ratzeburg

„Nun haben wir es endlich geschafft!“ Die Möllnerin Jessica Michl und ihr Schützling haben allen Grund zum Jubeln: Nach jahrelangem Kampf mit der Krankenkasse ist der 66-jährigen Ratzeburgerin eine Pflegestufe zuerkannt worden. Die fast erblindete und unter diversen Erkrankungen leidende Frau, die den Unfalltod ihrer Tochter und andere Schicksalsschläge verkraften musste (die LN berichteten), kann sich jetzt zweimal täglich von einem professionellen Pflegedienst betreuen lassen.

„Zweieinhalb Jahre hat das ganze gedauert, jetzt ist endlich die Pflegestufe bestätigt worden“, freuen sich die beiden Frauen. Jessica Michl ist die Schwiegertochter von Gisela Meyers Lebensgefährten, der ebenfalls auf Betreuung angewiesen ist. Die Ratzeburgerin wird zurzeit noch in der Geriatrischen Klinik Röpersberg in Ratzeburg behandelt, am 9. Juli kann sie in ihre Wohnung auf der Stadtinsel zurückkehren. „Ich freu‘ mich auf zu Hause“, sagt Gisela Meyer, die nicht nur Jessica Michl, sondern auch Ärzten, Klinikpersonal und anderen Menschen dankbar ist, die sie in ihrer Not nicht allein gelassen haben.

Jessica Michl kümmert sich schon seit Jahren um die Belange der Ratzeburgerin, und sie weiß, dass ungezählte Hilfsbedürftige vergeblich auf Unterstützung hoffen: „Es ist traurig, wie viele Menschen es gibt, die den Willen und den Mut nicht mehr haben, für ihre Rechte einzustehen.“ Gisela Meyer nickt: „So wäre es mir auch ergangen. Ich hab‘ nicht die Nerven dazu.“ Jessica Michl schon: „Man darf nicht aufgeben, sonst verliert man.“ Das habe sich auch bei der Beschaffung von Hilfsmitteln wie einem Bettgalgen und anderen Dinge gezeigt. Das Sanitätshaus Saggau aus Bornhöved habe dabei vorbildlich geholfen. Ein Verfahren vor dem Sozialgericht wegen früherer Ablehnungen einer Pflegestufe ist noch nicht abgeschlossen.

„Man darf nicht aufgeben, sonst verliert man.“
Jessica Michl, Unterstützerin von Gisela Meyer

Martin Stein

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