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Lauenburg Schweres Unwetter über Ratzeburg bedrohte Mittelalterfest
Lokales Lauenburg Schweres Unwetter über Ratzeburg bedrohte Mittelalterfest
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09:33 30.07.2012
Beim Ratzeburger Wylag sitzen sie in der ersten Reihe. Viele Lagerbewohner schauten den Sägearbeiten in schwindeliger Höhe (bis zu 26 Metern) hinter der Absperrung gespannt zu. Quelle: Christian Nimtz
Ratzeburg

Zwar waren schon im Mittelalter die Gemeinden verpflichtet, den Brandschutz aufzubauen und es gab eine Feuerlöschverordnung, aber ohne die Drehleiter der Ratzeburger Feuerwehr wäre der erste Tag des Ratzeburger Wylag wohl ausgefallen. Der Grund: Schwere Sturmböen haben in der Nacht von Freitag auf Sonnabend mehrere Kronen von den auf der Schlosswiese stehenden Pappeln stark beschädigt.

"Nur weil die Freiwillige Feuerwehr Ratzeburg mit Hilfe der Drehleiter in einem mehrstündigen Einsatz die an- und abgebrochene Äste aus den Baumkronen gesägt hatte, konnte das Wylag am Samstag stattfinden", berichtete Organisator Tim Schneider. Feuerwehreinsatzleiter Hauke Tonn war sich mit der Polizei, einem Verantwortlichen der Stadt Ratzburg und Organisator des Wylags Tim Schneider sofort einig - hier war größte Gefahr im Verzug.

"Die Sicherheit aller Lagerbewohner und Besucher steht für mich an höchster Stelle. Aus diesem Grund wäre ich mit der Schließung des Wylags auch vollkommen einverstanden gewesen", erklärte Organisator Tim Schneider. Feuerwehr und Polizei sperrten die Bereiche unter den betroffenen Bäumen sofort weiträumig ab.

"Dazu mussten auch einige Lagerbewohner ihre Zelte räumen, weil die Gefahr von herab stürzenden Ästen einfach viel zu groß war", erklärte Einsatzleiter Hauke Tonn. Nachdem ein Fachmann die Bäume begutachtet hatte, stand sofort fest, ohne die abgebrochen Äste zu entfernen, kann das Wylag aus Sicherheitsgründen nicht stattfinden.

Als sich gegen Mittag die letzten Sturmböen gelegt hatten, entfernten Feuerwehrleute die Äste. "Hierzu mussten wir jedoch bis zum Vormittag warten, weil die Gefahr für die Leute im Korb der Drehleiter durch die starken Sturmböen zu groß war", sagte Ratzeburgs stellvertretender Wehrführer Hauke Tonn.

Vorsichtig und gekonnt steuerte Feuerwehrmann Werner Gäbel den Korb der Drehleiter Zentimeter genau zwischen den dicken Ästen hindurch in die betroffenen Bereiche der Baumkronen. Sein zweiter Mann Jan Hilgert beseitigte dann mit einer elektronischen Motorkettensäge die abgebrochenen Äste.

Nachdem der Einsatz gegen 18 Uhr, spendierte Tim Schneider ein festliches Abendessen für alle anwesenden Feuerwehrleute als "kleines Dankeschön".

Christian Nimtz

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