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Lauenburg Sechs Minuten in der sechsten Dimension
Lokales Lauenburg Sechs Minuten in der sechsten Dimension
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22:24 02.11.2013
Viele neugierige Blicke beim 6-D-Kino auf dem Bauhof in Mölln. Den Schriftzug „6. Dimension“ haben die Besucher des Herbstmarktes wohl zum ersten Mal gelesen. Laut Schaustellerin Liane Weiß hat ein Kino dieser Art beim diesjährigen Rummel in Schleswig-Holstein Premiere. Quelle: Fotos: Grombein
Mölln

Das Ticket am Schalter vor dem bunten Kinotempel kostet drei Euro. „6. Dimension“ prangt an der schillernden Front in Leuchtbuchstaben. Das Geschehen der Vorstellung wird mit zwei Boxen nach draußen übertragen. Immer wieder dringt lautes Lachen und Kreischen hervor. Diese Geräuschkulisse macht Passanten neugierig. Drei Stufen führen hinauf zum Eingang, denn das Kino ist in den Innenraum eines schwarzen Trucks gebaut — mobil, das versteht sich für einen Schaustellerbetrieb. Von vorn sieht der Gast nur die bunt blinkende Fassade. Am Eingang reicht ein junger Mann den Gästen eine schwarze 3-D-Brille aus Plastik. So weit nichts Neues für Kinogänger.

Der kleine Saal allerdings bietet nur Platz für etwa zwölf Personen. Sie sitzen in Viererreihen hintereinander. Jede ist etwas höher, als die Vorderreihe. Die Stühle ähneln denen eines Rennwagens, sind aus robustem Kunstleder. Jetzt schließt der Mann mit den Brillen die Tür — von außen. Es ist stockfinster. Der Film beginnt. Die Luke eines Raumschiffs öffnet sich. Das Geräusch von schweren Metalltüren ertönt. Im gleichen Moment zischt es. Und plötzlich schießt ein kräftiger Windstrom durch den Raum. Die Haare der kleinen Mädchen in der ersten Reihe wehen durch die Gegend. Sie kreischen. Plötzlich tauchen kleine Aliens auf, die auf einer Raumbasis herumspazieren. Ein Insekt fliegt heran, scheint dem Zuschauer direkt vor den Augen zu schweben. Dann dreht es sich um und uriniert dem Publikum ins Gesicht. „Iiih“, rufen die kleinen Mädchen wieder. Da kommt zum scharfen Luftzug plötzlich auch noch etwas Wasser hinzu und feuchtet das Gesicht an. Ein Jugendlicher ruft glucksend: „Alder, was soll das denn?“

Die Augen gewöhnen sich schnell an den 3-D-Effekt. Als ein Schwarm von Insekten auf den Zuschauer zufliegt, weiß er nicht mehr, wo er zuerst hinschauen soll. Zuckende Lichteffekte und Seifenblasen, die quer durch den Raum geblasen werden, vervollständigen das sinnliche Kinoerlebnis. Jedes Mal wenn eine Seifenblase auf dem Handgelenk oder im Gesicht des Zuschauers platz, denkt er, eine der Mars-Bienen berührt ihn.

Nun springt ein außerirdischer Elefant auf die Basis. Schreck lass nach: Der Besucher kippt mit dem Sitz nach hinten. Bei jedem weiteren Schritt des Tieres bebt der Boden, bebt der Stuhl, dröhnen die Boxen. Später scheint sich eine riesige Cobra um den Besucher herumzuschlängeln. Die Luft, ihr Fauchen, kommt nun von hinten.

Die Story des sechsminütigen Filmes lässt zu wünschen übrig. Doch es geht ja vor allem um die Effekte. Und Chefin Liane Weiß berichtet, dass der Streifen im Nachmittagsprogramm gezeigt wird. „Am Abend wird es richtig gruselig“, sagt sie. Insgesamt 20 Filme gibt es.

Der Rummel ist heute ab 14 Uhr geöffnet. Der Einzelhandel in Mölln öffnet heute ebenfalls von 13 bis 18 Uhr. Am Montag endet das Fest um 21 Uhr.

Florian Grombein

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