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Lauenburg Sechs Verletzte bei Brand in Lauenburger Mehrfamilienhaus
Lokales Lauenburg Sechs Verletzte bei Brand in Lauenburger Mehrfamilienhaus
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18:14 04.02.2016
Feuerwehr-Einsatz in Lauenburg: Sechs Menschen wurde bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus verletzt. Quelle: Timo Jann
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Lauenburg

Sechs Menschen sind gestern am frühen Morgen bei einem Brand in Lauenburg verletzt worden. Darunter ein kleines Mädchen. Alle lebten in einem Mehrfamilienhaus an der Blumenstraße, in dem gegen 6 Uhr ein Feuer ausgebrochen war.

„Wir wurden mit dem Hinweis, dass es brennen würde und Menschenleben in Gefahr seien, alarmiert“, erklärte Lauenburgs Feuerwehrchef Lars Heuer. Er war zuerst am Einsatzort und konnte Flammen hinter einem Fenster im Erdgeschoss erkennen. Heuer: „Als der Trupp zum Löschen ins Haus ging, platzte das Fenster und die aus dem Fenster lodernden Flammen drohten, sich ins erste Obergeschoss auszuweiten.“ Daraufhin ließ Heuer die Wehren aus Buchhorst und Schnakenbek durch die Leitstelle nachalarmieren.

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Der Lauenburger Bundestagsabgeordnete der CDU, Norbert Brackmann, war als Organisatorischer Leiter im Einsatz.

In drei Wohneinheiten im Erdgeschoss, im ausgebauten Keller und im ersten Obergeschoss wohnen die Menschen in dem Mehrfamilienhauses an der Blumenstraße. Der Brand wütete in einer Küche im Erdgeschoss, der Brandrauch breitete sich aber durch das ganze Haus aus und schnitt den Menschen die Fluchtwege ab. „Wir haben gleich drei Trupps, die sich durch Atemschutzgeräte gegen den Rauch schützten, zur Brandbekämpfung und zur Menschenrettung ins Haus geschickt“, berichtete Heuer.

Ein Mann verletzte sich schwer, als er auf der Flucht vor dem Rauch auf der Treppe stürzte. Die anderen erlitten Rauchvergiftungen.

Mit zwei Strahlrohren gingen die Feuerwehrleute durch den Hausflur vor, mit einem Strahlrohr verhinderten sie vom Garten aus die Brandausbreitung und löschten nach draußen geworfenes Inventar ab.

„Wir mussten einige Möbel aus der Küche ausräumen, um alles abzulöschen“, sagte Heuer. Um 11.15 Uhr wurden seine Kameraden noch einmal zu Nachlöscharbeiten alarmiert.

„Es war in der Küche extrem heiß. Unsere Wärmebildkamera reicht bis 600 Grad und die war am Anschlag“, erklärte der Feuerwehrchef. Die Hitze ließ den Putz vom Mauerwerk abplatzen.

Der Rettungsdienst war wegen der vielen Verletzten mit drei Notärzten und vier Rettungswagen vor Ort. „Die Strukturen haben funktioniert, wir konnten trotz des Großeinsatzes von Basedow aus noch den Bereich mit einem weiteren Rettungswagen absichern“, sagte Norbert Brackmann, der als Organisatorischer Leiter im Einsatz war. Eine Mutter und ihre Tochter wurden in das Lüneburger Krankenhaus gebracht, weitere Patienten kamen nach Geesthacht und Hamburg.

Die Kriminalpolizei hat jetzt die Suche nach der Brandursache aufgenommen. Nach Feuerwehrangaben ist das Mehrfamilienhaus vorerst unbewohnbar. „Das Ordnungsamt wird sich um die Unterbringung der Betroffenen kümmern“, sagte Heuer.

tja

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