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Lauenburg Seltener Gast in edlem Pelz mag Erdnüsse
Lokales Lauenburg Seltener Gast in edlem Pelz mag Erdnüsse
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18:15 13.02.2016
Ein Baummarder, der im Garten an einer Vogelfutterstelle Erdnüsse frisst, dazu noch am Tage, das will nicht so recht zum alten Bild dieses Raubtieres passen. Der Baummarder galt als seltener und scheuer Kulturflüchter, der nur fernab menschlicher Siedlungen in tiefen Wäldern lebt. Heute wird er immer häufiger auch in kleinen Feldgehölzen und am Rande der Ortschaften gefunden. Natürlich ist der Baummarder von Haus aus Fleischfresser, der bis zur Größe eines Eichhörnchens nichts verschmäht, was er überwältigen kann. Aber schon immer war bekannt, dass er als geschätzte „Beilagen“ auch gern Beeren und Bucheckern nimmt.

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Im nördlichsten Bundesland ist seit 1980 ein Anstieg der Jagdstrecke des Baummarders von über 40 Prozent ermittelt worden. Das heißt aber nicht, dass die Jäger den Baummarder nun bald ausrotten werden, sondern im Gegenteil darf der Anstieg der Jagdstrecke als Maß für die Bestandszunahme gelten. Und diese Zunahme hat offenbar zur Ausbreitung außerhalb der großen Wälder und damit ins Reich von Vetter Steinmarder geführt. Mit ihm möchte der Baummarder wohl nicht gern verwechselt werden, denn der Steinmarder hat ein schlechtes Image als Ruhestörer auf dem Dachboden und als „Automarder“, der gern mal Zündkabel, Kühlwasser-Schläuche und Gummidichtungen anknabbert. Auch dem Baummarder tun sich in der Nachbarschaft des Menschen neue Ernährungsmöglichkeiten auf — siehe Erdnüsse — aber es fehlt ihm an sicheren Tagesverstecken, die er nun mal am liebsten in großen Baumhöhlen naturnaher Wälder bezieht.

Karsten Gärtner

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