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Lauenburg Seniorenwohnen im Augustinum prämiert
Lokales Lauenburg Seniorenwohnen im Augustinum prämiert
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15:50 08.08.2018
Im Mai 2015 wurde im Wohnstift Augustinum in Aumühle über eine angeblich drohende Räumungsklage diskutiert. Quelle: Grombein
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München/Mölln

„Wir freuen uns, dass wir nach 2015 bereits zum zweiten Mal im Vergleich des DISQ als Testsieger abgeschnitten haben“, erklärte Augustinum-Geschäftsführer Dr. Johannes Rückert. Mit 7500 Bewohnern in 23 Häusern in ganz Deutschland sei die Gruppe nicht nur Marktführer im Bereich der Seniorenresidenzen, sondern auch qualitativ vorne, wenn es um das Leben im Alter gehe, so Rückert.

Insgesamt neun Anbieter wurden bewertet

Wie das Institut mitgeteilt habe, liege das Augustinum sowohl im Service als auch in puncto Ausstattung an der Spitze. Die Mitarbeiter in den Residenzen informierten Interessenten laut Testergebnis transparent über die Kosten. Außerdem seien die Wohnräume attraktiv ausgestattet. Positiv fielen seien auch Restaurants und Geschäfte aufgefallen, heißt es.

Jedes Augustinum bietet den Raum für ein selbstbestimmtes Leben und gleichzeitig die Sicherheit eines großen Hauses mit allen Dienstleistungen bis hin zur Pflege in der eigenen Wohnung, teilte Die Unternehmensgruppe mit. Das DISQ bewertete in seinem Test insgesamt neun Anbieter.

Andere Anbieter waren nur "gut" oder "befriedigend"

Nach dem Augustinum mit der Note „sehr gut“ wurden fünf andere Anbieter als „gut“ und drei als „befriedigend“ bewertet. Das Institut testete Anbieter mit mindesten zehn Standorten unter einheitlichem Markenauftritt. Die Servicequalität sei anhand von verdeckten Vor-Ort-Beratungen, Telefonaten und Mail-Anfragen ermittelt worden. Vor Ort seien auch Quantität und Qualität relevanter Ausstattungsmerkmale erhoben worden.

Diese positiven Schlagezeilen sind gut für das Image der Unternehmensgruppe, die zuletzt wegen Unregelmäßigkeiten bei Immobiliengeschäften mit einzelnen Standorten in den Fokus der Staatsanwaltschaft geraten war. Im möglichen Betrugsfall um den Verkauf der Aumühler Seniorenresidenz Augustinum hatte im Oktober 2017 die Staatsanwaltschaft München Anklage erhoben. Beschuldigt werden fünf Personen. Unter anderem ein mittlerweile verstorbener Aufsichtsrat der Gruppe und ein kaufmännischer Geschäftsführer sowie weitere Geschäftsleute aus der Immobilienbranche. Der Firmensitz der Gruppe ist in der Bayerischen Landeshauptstadt. „Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft sind abgeschlossen", erklärte gestern Oberstaatsanwältin Anne Leiding, Sprecherin der Staatsanwaltschaft München. Das zuständige Gericht müsse die Hauptverhandlung terminieren.

Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München sind abgeschlossen

Grundlage der Ermittlungen ist ein so genanntes „Sell-and-lease-back“-Geschäft mit einzelnen Immobilien der Augustinum-Gruppe. Unternehmenssprecher Matthias Steiner teilte gestern auf Nachfrage mit, dass es keine Neuigkeiten von Seiten der Behörden gäbe.

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Die LN hatten im Mai 2015 erstmals darüber berichtet. Denn bei den Ermittlungen geht es auch um den Standort in Aumühle. Das Augustinum hat zwischen 2010 und 2013 offenbar elf seiner 23 Seniorenstifte an eine kleine Immobilieverwaltung aus Heide verkauft und danach wieder angemietet. Auf den geänderten Besitzverhältnissen basierten damals auch Gerüchte um eine Räumungsklage gegen einzelne Wohnstifte. 

Florian Grombein

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