Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg Sie haben das giftige Kraut zum Fressen gern
Lokales Lauenburg Sie haben das giftige Kraut zum Fressen gern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:14 30.07.2016

Die orange und schwarz geringelte Warntracht wirkt: Kein Vogel frisst die Raupen des Blutbären. Sie ernähren sich vom berüchtigten Jakobskreuzkraut und werden dadurch giftig für ihre Feinde, ohne selbst Schaden zu nehmen. Von Juli bis August findet man die drei Zentimeter langen Raupen gruppenweise auf ihrer Futterpflanze.

Die Raupen des Blutbären ernähren sich von giftigem Jakobskreuzkraut. Quelle: Wolfgang Buchhorn

Serie: Tier

der Woche

Beim Stichwort Jakobskreuzkraut scheiden sich die Geister. Die Gegner betonen die Giftigkeit für Weidetiere und auch für den Menschen, wenn Rückstände im Honig sind. Die Befürworter halten dagegen, dass das Jakobskreuzkraut im Gegensatz zum eingeschleppten Riesenbärenklau und Japanischen Knöterich eine heimische Pflanzenart ist, die ihren Platz im Ökosystem hat. Vor 25 Jahren war das Jakobskreuzkraut nur Botanikern bekannt. Zu der folgenden starken Ausbreitung haben Extensivierungs- und Stilllegungsmaßnahmen beigetragen, denn auf trockenen Brachflächen fühlt sich die Pflanze besonders wohl.

Wenn die Blutbärenraupe ausgewachsen ist, spinnt sie in Bodennähe einen Kokon, in dem sie sich verpuppt. Der Schmetterling schlüpft im Mai oder Juni des nächsten Jahres. Aber warum heißt er Blutbär?

Er ist weder blutrünstig noch bärenstark, aber im Gegensatz zu den meisten Nachtfaltern, die unscheinbar aussehen, hat er eine blutrote Zeichnung auf den mattschwarzen Vorderflügeln und rote Hinterflügel. Und weil es in der Verwandtschaft ausgesprochen pelzige Raupen gibt, besonders die des Braunen Bären, kam der Name Bär zustande, der allerdings für die nur spärlich behaarten Raupen des Blutbären eigentlich nicht passt.

Karsten Gärtner

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Drittes Bürgerbegehren gegen Errichtung von WK-Anlagen auf örtlichem Gebiet erfolgreich – Gemeindevertretung berät am Dienstag über weiteres Vorgehen.

30.07.2016

2005 wurden die drei mit je einem Beamten besetzten Polizeistationen von Kuddewörde, Schretstaken und Gülzow zur Polizeistation Schwarzenbek-Land zusammengefasst.

30.07.2016

Amt Hohe Elbgeest hat mehr Platz geschaffen als jetzt benötigt.

30.07.2016
Anzeige