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Lauenburg Sieben Wochen vermisst: Jetzt ist „Amy“ wieder da
Lokales Lauenburg Sieben Wochen vermisst: Jetzt ist „Amy“ wieder da
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08:13 19.08.2015
Nach sieben Wochen ist „Amy“ (weißes Fell) wieder im Möllner Tierheim. Dort kuschelt sie mit „Leo“, der wie sie ebenfalls ein rumänischer Straßenhund ist. Jetzt sollen sie nur gemeinsam vermittelt werden. Quelle: jeb
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Mölln

Tierretter haben sie bei Schlagsdorf in Nordwestmecklenburg eingefangen und zurück ins Möllner Tierheim gebracht, von wo sie nach Nusse vermittelt worden war. Als rumänische Straßenhündin ist „Amy“ ein Leben in Freiheit gewohnt.

Tierretterin Birke Bürger hatte mit ihrem Lebensgefährten die Spur der Hündin aufgenommen. Gaston Prüsmann vom Möllner Tierschutzverein hatte durch Aufrufe in den LN und Plakate sowie bei Facebook nach „Amy“ gesucht. Immer wieder waren Meldungen eingegangen, dass die Hündin in der Nähe der Landesstraße 1 (Ratzeburg-Schönberg) gesehen wurde.

Wenige Tage vor dem Fang sah Bürger die Hündin auch mit eigenen Augen. Die Tierretter richteten eine Futterstelle ein. Drei Tage wurde die Hündin angefüttert, immer beobachtet von einer Wildkamera, die die Tierretter in der Nähe aufgestellt hatten. „Amy kam immer zur gleichen Zeit und hat alles aufgefressen. Sie hielt sich immer etwa einen Stunde an der Futterstelle auf“, erklärte Bürger. Am vergangenen Sonnabend stellte sie dann mit ihrem Lebensgefährten eine selbst gebaute Falle auf, in der sie wiederum Futter abstellte. Und dort ging die Hündin hinein. „Nachdem wir uns langsam genähert hatten, konnten wir Amy an die Leine nehmen. Wir haben sie dann sofort nach Mölln ins Tierheim gebracht“, sagt Bürger. Äußerlich habe die Hündin keine Verletzungen gehabt und es schien ihr recht gut zu gehen. „Natürlich ist Amy bei uns tierärztlich untersucht worden. Sie hatte ein paar Zecken am Körper und auch Flöhe. Das ist alles behandelt worden und sieht heute schon ganz gut aus“, sagt Prüsmann.

„Amy“ war an ein Paar aus der Nähe von Nusse vermittelt worden. Doch dort war sie nach wenigen Stunden ausgebrochen. Prüsmann sprach seinerzeit davon, dass die Hündin zu dem Zeitpunkt noch im Besitz des Tierheimes gewesen sei. „Die künftigen Besitzer mussten fünf Mal mit Amy Gassi gehen, durften die Hündin dann für ein Wochenende zu sich nach Hause holen. Danach wollten wir sehen, ob alles gut geht und dann sollte der Vertrag gemacht werden.“ Das werde man in Zukunft ändern.

Vielleicht hatte „Amy“ aber auch nur Liebeskummer: Gemeinsam mit ihrem rumänischen Kumpel „Leo“ tobt sie jetzt wieder durchs Möllner Tierheim. Beide sollen, wenn überhaupt, nur gemeinsam vermittelt werden.

jeb

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